Geschichte / Chronik

Die schweizerische Krankenversicherung blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Der Ursprung der Krankenkasse geht zurück bis ins 18. Jahrhundert. Damals setzten sich Krankenkassen aus einer Gruppe von Menschen zusammen, die in Notlagen nicht auf familiäre Versorgungen zurückgreifen konnten. Vor der Industrialisierung tummelten sich Handwerker und Gesellen zusammen, um Ihr Berufsrisiko abzudecken.

Diese Vereinigungen entwickelten sich im 19. Jahrhundert immer mehr zu Gesellschaften, wie man sie in der heutigen Form einer Versicherungsgesellschaft kennt. Das 1911 in Kraft getretene Kranken- und Unfallversicherungsgesetz schuf mit der Festlegung von Mindestleistungen eine völlig neue Ausgangslage für Krankenkassen. Um diese Voraussetzungen zu erfüllen, fusionierten viele Krankenkassen miteinander, um Synergien zu nutzen. Der Ausbau der Gesundheitspolitik schuf die Grundlage, dass die Krankenkassen in den 1920er Jahren auch für Frauen und Kinder attraktiv wurden. 1996 wurde trat das Krankenkassengesetz (KGV) in Kraft, welches das Versicherungsobligatorium und eine Einheitsprämie einführte.

Meilensteine der schweizerischen Krankenversicherung

1554 Erste Kasse der Basler Küfergesellen gegründet
1835 Gründung der Betriebskrankenkasse durch Escher, Wyss und Co.
1876 Gründung Konkordat der schweizerischen Krankenkassen durch die Kantonalverbände Zürich, Thurgau, St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden
1891 Grundstein für das Konkordat der schweizerischen Krankenkassen KSK
1890 Gründung der Group Mutuel
1890 Gründung der KPT/CPT
1895 Gründung der Concordia
1899 Gründung der CSS
1912 Knappes Gutheissen für das Kranken- und Unfallversicherungsgesetz (KUVG)
1914 Inkrafttreten des Kranken –und Unfallversicherungsgesetzes
1923 Erstmals verlor das Taggeld gegenüber den Heilungskosten an Gewicht und war mengenmässig tiefer
1934 Gründung der ÖKK
1958 Gründung der Sanitas
1964 1. KUVG-Revision
1966 Inkrafttreten der 1. KUVG-Revision
1981 Revision des 2. Teils des KUVBG durch Abspaltung der Unfallversicherung
1985 Anschluss der Federation des societes de secours mutules de las Suisse romande und der Federazione ticinese della casse malati mit der KSK
1992 Gründung der Swica
1994 Zustimmung durch das Volk zu einer Totalrevision des Krankenkassengesetzes (KVG)
1996 Einführung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG)
1996 Gründung der Visana
1997 Gründung der Helsana
1997 Trennung zwischen sozialer Krankenversicherung nach KVG und VVG
2001 1. Revision des KVG tritt in Kraft
2002 Dachverband der Krankenkasse tritt unter dem Namen santésuisse auf
2003 2. Teilrevision des KVG scheitert am Nationalrat
2004 Neuaufgleisung der KVG-Reform 2011 Teilweise Änderungen der Versicherungsleistungen