Krankenkassen Prämien 2017: Anstieg um bis zu 7,3 %

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am Montagmorgen die Krankenkassenprämien für 2017 bekanntgegeben. Demnach steigen die Prämien um durchschnittlich 4,5 Prozent. Die Erhöhung beträgt je nach Kanton dabei maximal 7,3 Prozent und mindestens 3,5 Prozent. Etwa 570‘000 Schweizer wechseln zudem 2017 automatisch durch Fusionen in eine neue Krankenkasse. Sie können sich aber wie alle anderen nach einer günstigeren Kasse umsehen.

Die Standardprämien für 2017 stehen fest. Während die Krankenkassenprämien in den letzten zehn Jahren um durchschnittlich 3,6 Prozent angestiegen sind, verteuert sich die Standardprämie der Grundversicherung 2017 um 4,5 Prozent. Für Kinder und Jugendliche ist die Prämienerhöhung sogar noch ausgeprägter: Die Kinderprämien steigen durchschnittlich um 6,6 Prozent, junge Erwachsene (zwischen 19 und 25 Jahren) müssen 5,4 Prozent mehr zahlen. Genfer und Basler tragen dabei weiterhin die höchsten Prämien (554 Franken und 567 Franken), während Appenzell Innerrhoden und Nidwalden (347 Franken und 360 Franken) sehr günstig bleiben.

Kassenprämie gestiegen? Bis Ende November Chance zu wechseln

Mit Bekanntgabe der Standardprämie werden die Krankenkassen damit beginnen, ihre Versicherten über ihre persönlichen Prämiensteigerungen zu informieren. Bis spätestens Ende Oktober haben die Kassen dafür Zeit. Die Versicherten können sich dann bis Ende November entscheiden, ob sie ihre bisherige Versicherung behalten, eine andere Versicherungsform wählen oder zu einem anderen Anbieter wechseln. Ob sich das lohnt, beziehungsweise welche Krankenkasse die gewünschte Versicherungsform zu einem günstigen Preis bietet, erfahren Versicherte mithilfe eines Krankenkassen Vergleichsrechners.

570‘000 Versicherte landen bei neuer Krankenkasse

Vor allem die 570‘000 Versicherten, die ab 2017 ohnehin in einer neuen Krankenkasse landen, sind gut mit einem Krankenkasse Vergleich beraten. Betroffen sind Versicherte von Avanex, Sansan, KMU und Wincare. Diese Krankenkassen werden aufgelöst und fusionieren jeweils mit Helsana, Progrès, ÖKK und Sanitas. Doch Versicherte müssen sich mit der Kasse, in der sie landen, nicht zufrieden geben. Sie können stattdessen auch selbst mit einem Vergleich einen anderen Anbieter auswählen. Dabei findet sich häufig eine viel günstigere Offerte.