Groupe Mutuel Krankenkasse

Die Groupe Mutuel ist ein Verbund mehrerer Krankenkassen und zählt bis heute über 900'000 Versicherte. Die Anzahl Krankenkassen wurde von ehemals 15, per Januar 2011 auf 4 reduziert. Als Kunde der Groupe Mutuel wird man jeweils in die günstigste Krankenkasse eingeteilt. In der Westschweiz gilt die Groupe Mutuel als Nummer 1 der Krankenversicherer und erfreut sich auch in der Deutschschweiz zunehmender Beliebtheit. Die Angebotspalette reicht neben der traditionellen Grundversicherung, bis hin zu umfangreichen Zusatzversicherungen. Je nach gewählter Franchise werden im Hausarztmodell rund 10-20% Prämienreduktion gewährt. Mit SANATEL liegt ebenfalls eine spürbare Prämienreduktion drin. Dabei verpflichtet sich der Patient vor einem allfälligen Arztbesuch die Ärzte-Hotline von MEDI24 zu konsultieren. Diese Dienstleistung ist kostenlos und der Anrufer entscheidet selbst, ob er trotzdem zum Hausarzt gehen will.

„Global“ und „Global classic“ sind gängige Zusatzversicherungen der Groupe Mutuel, die für Einzelpersonen resp. Familien zahlreiche ambulante Leistungen übernehmen, die von der Grundversicherung nicht gedeckt sind – so zum Beispiel alternative Behandlung und Medikation, Beiträge an Brillen, oder Kostenübernahme bei Zahnproblemen.

H-Bonus: die neue Groupe Mutuel Zusatzversicherung

H-Bonus heisst eine neue Zusatzversicherung der Groupe Mutuel. Der Versicherer stellt sie in Ausgabe 2/2014 seiner Mitgliederzeitschrift Login als flexible Spitalzusatzversicherung vor. Allgemeine, halbprivate oder private Abteilung? „Mit H-Bonus bestimmen Sie, wann Sie in welcher Abteilung behandelt werden möchten“, heisst es im Magazin. Attraktiv ist neben der Flexibilität für den Patienten auch das Bonussystem. Ein Bonus wird gezahlt, wenn sich ein H-Bonus Versicherter über einen längeren Zeitraum beim Spital-Aufenthalt für die allgemeine statt die halbprivate oder private Abteilung entscheidet.

H-Bonus: Der Patient hat freie Wahl

Es gibt Gründe für einen kurzen Krankenhausaufenthalt, die vergleichsweise harmlos sind. Als Patient hat man dann eventuell das Gefühl, dass ein Aufenthalt in einer allgemeinen Abteilung völlig ausreicht. In anderen Fällen ist man dagegen vielleicht froh, wenn man Anspruch auf ein Bett in einer halbprivaten oder privaten Abteilung hat. Die neue Groupe Mutuel Zusatzversicherung H-Bonus ist eine Antwort auf solche unterschiedlichen Komfortwünsche ein- und desselben Versicherten bei verschiedenen Spital-Aufenthalten. Mit der Zusatzversicherung H-Bonus kann man wählen, für welche Abteilung man sich bei einem notwendig werdenden Spital-Aufenthalt entscheidet. Nimmt man die halbprivate oder private Variante, kann man sich frei zwischen allen von der Groupe Mutuel anerkannten Spitälern und Privatkliniken entscheiden. Die freie Arztwahl gehört dann ebenfalls zu den Leistungen.

Unterschiedlich hoher Beitrag an Spitalkosten

Wer sich als Versicherter mit H-Bonus für ein Bett in der allgemeinen Abteilung entscheidet, zahlt keine Kostenbeteiligung. In der halbprivaten Abteilung werden dagegen 100 Franken pro Tag an maximal 30 Tagen pro Kalenderjahr fällig, also maximal 3.000 Franken pro Jahr. Bei einem Aufenthalt in einer privaten Abteilung zahlen Versicherte dagegen 200 Franken täglich für bis zu 20 Tage im Kalenderjahr. Das macht dann maximal 4.000 Franken.

Bisweilen gibt es 20% Rabatt

Bei Bonus-H gibt es die beiden Prämienstufen 0 und 1. In der Stufe 1 zahlt man 100% der Prämie und in der Stufe 0 nur noch 80%. Der versicherte startet in der Stufe 1. Beansprucht er drei Jahre lang keinen Platz in der halbprivaten oder privaten Abteilung eines Spitals, wechselt er in die preisgünstigere Stufe 0. Dort bleibt er dann, bis er irgendwann doch den Aufenthalt in einer halbprivaten oder privaten Abteilung wählt, sodass er wieder in die Prämienstufe 1 wechselt. Dann beginnt die Drei-Jahres-Frist aufs Neue.

H-Bonus ergänzt die Zusatzversicherung Bonus

Die Groupe Mutuel bezeichnet H-Bonus als die „ideale Ergänzung zur Zusatzversicherung Bonus“. Diese Zusatzversicherung bietet Leistungen in einer Reihe medizinischer Bereiche: Sie leistet beispielsweise Zahlungen in der Alternativmedizin, bei Brillen und Kontaktlinsen, für Zahnpflege und Kieferorthopädie, bei Notfalltransporten, Suchen und Rettungen sowie für Präventionen und Fitness.

Groupe Mutuel – manche Zusatzversicherung wird günstiger

In der Grundversicherung müssen die meisten erwachsenen Versicherten der fünf Groupe Mutuel Krankenversicherer 2014 mit einem Prämien-Anstieg zwischen 8 und 16 Franken pro Monat rechnen, was die Groupe Mutuel in ihrem Kundenmagazin „Login“ als moderat bezeichnet. Das mögen gute Nachrichten sein. Noch bessere Nachrichten gibt es jedoch für diejenigen, die Zusatzversicherungen der Versicherungsgruppe besitzen. Insbesondere bei den Spital-Zusatzversicherungen werden Prämien massiv reduziert, verrät die Groupe Mutuel.

Die Groupe Mutuel und Grundversicherung

Die Zahl der Versicherten in den fünf Groupe Mutuel Versicherungsgesellschaften, die zukünftig statt 8 bis 16 Franken mehr 20 zusätzliche Franken pro Monat mehr zahlen, liegt bei nur 10%, berichtet die Groupe Mutuel. Die Prämien für Kinder passen die Versicherer der Gruppe sogar nur um maximal 4 Franken monatlich an. Mit diesen künftigen Prämien-Anpassungen folgt die Groupe Mutuel laut eigener Aussage ihrem Grundsatz, dass „die Kosten durch die Prämien gedeckt werden sollen“. Das schreibt die Versicherungsgruppe selbst und bezeichnet die eigene Prämienpolitik als eine langfristig angelegte Variante, die Preisdumping oder sprunghafte Preisanstiege verbietet.

Die moderaten Prämien-Anstiege bei der Groupe Mutuel kamen trotz deutlicher Steigerungen bei den Gesundheitskosten in den Monaten Januar bis Juli 2013 zustande. Die Gruppe zitiert in ihrem Kundenmagazin „Login“ Zahlen des Verbandes santesuisse vom August 2013: Im Vergleich zum Zeitraum „Januar-Juli 2012“ stiegen die Gesundheitskosten im Zeitraum „Januar-Juli 2013“ um 10,46%. Ein Grund dafür soll laut Groupe Mutuel die späte Fakturierung der Spitäler im stationären Bereich sein. Das bedeutet: Die Rechnungen der Spitäler für 2012 haben die Versicherer erst im ersten Halbjahr 2013 erreicht. Mit ihrer Prämienpolitik scheint die Groupe Mutuel durchaus Erfolge feiern zu können. Die Mitgliederzahlen sprechen jedenfalls dafür. 2012 gab es einen Anstieg um 103.000 Neuversicherte und seit Anfang 2013 gab es einen weiteren Anstieg der Versichertenzahl um 38.000.

Zusatzversicherungen: 54 Millionen Reduktion

Die Groupe Mutuel wird die Prämien der Zusatzversicherungen nicht erhöhen, schreibt die Versicherungsgruppe in ihrem Kundenmagazin. Und sie geht teils noch einen Schritt weiter. So sollen die Prämien „zahlreicher Zusatzversicherungen für Spital- und Krankenpflege markant reduziert werden“, heisst es in „Login“. Konkret liegen die Reduzierungen bei teils über 50%. Die Groupe Mutuel nennt als wesentlichen Grund für die reduzierten Prämien die Einführung der neuen Spitalfinanzierung 2012, die PatientInnen mehr Freiheiten in Bezug auf die Spitalwahl gibt. Überflüssig wurden Spitalversicherungen durch die neue Spitalfinanzierung jedoch nicht. Schliesslich übernimmt die Grundversicherung die Spitalkosten nur bis zur Höhe der Kosten, die in einem Spital im Wohnkanton des Patienten fällig würden. Sind die Kosten im Spital eines anderen Kantons, in dem der Versicherte untergebracht ist, höher, zahlt die Grundversicherung also nicht die volle Summe. Hier greifen Zusatzversicherungen wie die Versicherung „allgemeine Abteilung ganze Schweiz“ und übernehmen die Kostenunterschiede.

NOVA ist fertig – was bringt es der Groupe Mutuel?

Seit 2005 wurde an ihr gearbeitet, nun ist sie fertig: NOVA, die neue Informations-, Kommunikations- und Datenverwaltungsplattform der Groupe Mutuel. NOVA verwaltet das Unternehmensportal und Dokumente der Groupe Mutuel Gesellschaften, etwa Einzelverträge, Schadenfälle und die Human Resources. Darüber hinaus umfasst sie sämtliche Versichertendossiers und Offerten sowie Fakturierung und Vergütung der Leistungen, schreibt der Versicherer.

Daten von über 1,4 Millionen Menschen

Im Rahmen der Entwicklung von NOVA, die 2005 begonnen hat, wurden die Daten von 1,4 Millionen Versicherten aufs System verlagert, wozu auch etwa 43 Millionen Prämien-Rechnungen und Informationen über 90 Millionen Leistungen sowie die Daten aller Groupe Mutuel – Partner gehören. Über 100 Menschen haben seit 2005 konstant am System gearbeitet, berichtet die Groupe Mutuel. Begonnen habe man mit den Daten des kleinsten Mitgliedsversicherers. In der im August abgeschlossenen letzten Etappe seien nun auch die Daten der grössten Einzelgesellschaft, der Mutuel Krankenversicherung, auf die neue IT-Plattform NOVA migriert worden, heisst es weiter. Als Vorteile von NOVA werden Flexibilität, interne Produktivitätssteigerung, Automatisierung der Abläufe und Offenheit gegenüber neuer Technologien genannt. Technikpartner der Groupe Mutuel bei der Entwicklung war IBM.

Die Plattform macht fit für die Zukunft

„Die Groupe Mutuel, wie schon vor ihr die Mutuelle Valaisanne, hat immer auf Unabhängigkeit im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien gesetzt“, schreibt die Groupe Mutuel selbst in ihrer Pressemitteilung zum Abschluss der Arbeiten an NOVA. Und auch in ihrer Unternehmenscharta nimmt die Unternehmensgruppe zur Rolle der Kommunikation in ihrer Philosophie Stellung: „Die interne und externe Kommunikation basiert auf Vertrauen und Effizienz. Dadurch wird die Groupe Mutuel als wettbewerbsorientiertes und qualitätsbewusstes Unternehmen wahrgenommen“, heisst es in der Charta. Mit dem Abschluss der Arbeiten an NOVA hat die Groupe Mutuel nun einen wichtigen Schritt gemacht, um dieses Ziel für ihre Gesellschaften zu erreichen.

Unter dem Dach der Groupe Mutuel befinden sich die vier Krankenversicherer Mutuel, Philos, Avenir und EasySana. Zusätzlich zu diesen vier Gesellschaften gibt es zwei Privatversicherer für Zusatzversicherungen: „Groupe Mutuel Versicherungen GMA AG und Mutuel Versicherungen AG“ sowie „Groupe Mutuel Leben GMV AG“. Schliesslich sind zwei Stiftungen für berufliche Vorsorge Teil der Gruppe und zwar die Groupe Mutuel Vorsorge und die Walliser Vorsorge.

Bonus Groupe Mutuel: Leistung? Bonus? Vorteil!

Eine Versicherung, die Ihnen medizinische Zusatzleistungen bietet und einen Bonus, wenn Sie die Zusatzleistungen nicht in Anspruch nehmen? „Bonus“ von der Groupe Mutuel ist solch eine Versicherung. Sie bietet eine Fülle von Zusatzleistungen aus Bereichen wie Sehhilfen (Brillen und Kontaktlinsen), Komplementärmedizin sowie Bade- und Erholungskuren. Man startet mit einer Prämie in Höhe von 80% der höchstmöglichen Prämie. In der Folgezeit sinkt die Prämie auf einen Wert von minimal 50% der Maximalprämie oder steigt aufs 100%-Maximum, wenn Leistungen in Anspruch genommen werden. Allerdings lässt nicht jede in Anspruch genommene Leistung die Prämie steigen. Aber der Reihe nach.

Jede Menge Leistungen

Die Zusatzversicherung „Bonus“ bietet bei einer Reihe medizinischer Zusatzleistzungen eine Kostenübernahme von 90% ohne Höchstbetrag. Diese 90% Kostenübernahme gelten unter anderem für Varianten der Komplementärmedizin, die nicht von der obligatorischen Grundversicherung unterstützt werden, sowie bei limitiert oder nicht kassenpflichtigen Medikamenten, bei Unterbringungs- und Begleitkosten, Hilfsmitteln sowie Transport- und Rettungskosten. 90% der Kosten für maximal 30 Tage im Jahr übernimmt die „Bonus“ für Bade- und Erholungskuren. Für eine notwendig gewordene Haushaltshilfe werden 90% der Kosten bis zu einer Maximalsumme von 2.500 Franken pro Jahr gezahlt. Für Brillen und Kontaktlinsen gibt es alle drei Jahre 150 Franken, für Mahlzeitenlieferungen nach einem Spitalaufenthalt 20 Franken täglich (maximal 30 Tage pro Jahr) und bei Medikamentenlieferungen übernimmt „Bonus“ die kompletten Lieferkosten. Die Franchise liegt bei der Zusatzversicherung „Bonus“ bei 150 Franken.

Das Prämiensystem der „Bonus“

Wer als Versicherter die oben aufgeführten Leistungen in Anspruch nimmt, erhält dafür finanzielle Unterstützung durch die Zusatzversicherung „Bonus“. Seine Prämien steigen dann jedoch im Jahr nach der Inanspruchnahme um 10%, sofern sie noch nicht beim Maximalwert von 100% liegen. Nimmt der Versicherte dagegen keine der Leistungen in Anspruch oder übersteigt er zumindest mit den in Anspruch genommenen Leistungen nicht die Franchise von 150 Franken, dann sinken die Prämien im Folgejahr um 10%, falls sie nicht bereits das Minimum von 50% erreicht haben.

Was Prämien nicht beeinflusst

Es gibt medizinische Leistungen, die von der Zusatzversicherung „Bonus“ übernommen werden und die KEINEN Einfluss auf die Prämie haben. Das bedeutet: Man kann diese Leistungen nutzen und die Zusatzversicherung „Bonus“ dafür finanziell in Anspruch nehmen, ohne dass die Prämie dafür im Folgejahr um 10% steigen. Zu diesen Leistungen gehören unter anderem Mammographien, Impfungen und Präventivtests (z.B. HIV), bei denen die Zusatzversicherung „Bonus“ 90% der Kosten übernimmt. Weitere von „Bonus“ übernommene Leistungen, die keinen Einfluss auf die Prämien haben, sind etwa Psychotherapien (2 Sitzungen im Jahr, maximal 140 Franken), eine jährliche Zahnkontrolle (max. 75 Franken im Jahr) sowie Massnahmen der Gesundheitsförderung wie Rückenschule und Fitness. Für sie zahlt die Groupe Mutuel 50% der Kosten bis zum Maximalwert von 200 Franken im Jahr.

Groupe Mutuel – Fragen rund um SanaTel

SanaTel ist die Variante der Obligatorischen Grundversicherung der Groupe Mutuel, bei der der Versicherte vor der Inanspruchnahme weiterer medizinischer Leistungen in der Regel erst einmal das medizinische Call-Center von Medi24 kontaktieren muss. Mit SanaTel folgt die Groupe Mutuel also dem Telemedizin-Konzept, wobei das Medi24 Call-Center für Patienten 24 Stunden am Tag verfügbar ist. Soweit, so gut! Aber muss man IMMER vor einem Arztbesuch das Call-Center kontaktieren und stellt das Call-Center auch Rezepte aus? Die Groupe Mutuel gibt Antworten.

Nicht immer ist das Call Center erste Anlaufstation

Grundsätzlich verpflichtet sich der Versicherte beim Telemedizin-Konzept vor einem Arztbesuch erst einmal die medizinische Hotline zu kontaktieren. Auf diese Weise sollen unnötige Arztbesuche vermieden werden, was Kosten spart. Deshalb sind die Prämien für die Grundversicherung mit Telemedizin-Konzept auch preisgünstiger als die der klassischen Grundversicherung. Trotz der grundsätzlichen Verpflichtung „Anruf zuerst“ gibt es aber Ausnahmefälle, in denen der Versicherte sofort einen Arzt aufsuchen kann, ohne deshalb im jeweiligen Fall auf die finanzielle Unterstützung der Krankenkasse verzichten zu müssen. Die Groupe Mutuel nennt als solche Fälle medizinische Notfälle, gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen sowie Behandlungen beim Augenarzt. Allerdings bittet die Groupe Mutuel ihre Versicherten auch bei Notfällen, Medi24 innerhalb von 30 Tagen zu kontaktieren.

In vielen Bereichen bleibt dem Versicherten Freiheit

Der Versicherte ist bei der Arztwahl weiterhin unabhängig. Sollten die medizinischen Berater von Medi24 ihm etwa raten, einen Spezialisten aufzusuchen, so ist damit zwar das Fachgebiet des aufzusuchenden Arztes vorgegeben, nicht aber der konkrete Arzt. Vergisst ein Versicherter einmal, das Call-Center vor einem Arztbesuch anzurufen, vergütet die Groupe Mutuel den Arztbesuch oftmals dennoch. Kommt das „Vergessen“ aber öfters vor, behält sich die Groupe Mutuel vor, Versicherte wieder in die obligatorische Krankenpflegeversicherung einzustufen. Im Allgemeinen muss der Versicherte das medizinische Call-Center auch dann jedes Mal anrufen, wenn für ihn regelmässige Kontrollbesuche bei einem Arzt nötig werden. Allerdings kann Medi24 den Versicherten von dieser Pflicht entbinden, wenn es angemessen erscheint. Übrigens steht das Medi24 Call-Center auch denjenigen Groupe Mutuel Versicherten zur Verfügung, die sich nicht für die Versicherung SanaTel entscheiden. Sie haben zwar nicht die Pflicht, das Call-Center vor den meisten Arztbesuchen zu kontaktieren. Aber sie haben das Recht, es zu tun.

Groupe Mutuel 2011 – steigende Umsätze und 107.000 neue Versicherte

Die Krankenversicherer der Groupe Mutuel konnten 2011 insgesamt 107.000 Neukunden gewinnen und lagen zum ersten Januar 2012 damit bei etwas über 1,17 Millionen Versicherten. Die Gruppe erreichte einen Gesamtumsatz in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung von 3,15 Milliarden Franken (2010: 2,66 Milliarden). Der Bereich „Zusatzversicherung“ verzeichnete 591,3 Millionen (2010: 524,9 Millionen) und der Bereich „Gesundheit“ knapp einhundert Millionen Franken Gesamtumsatz. Steigende Umsätze verzeichneten auch die Geschäftsfelder „Lebensversicherungen“ und „Berufliche Vorsorge“. Das geht aus den provisorischen Ergebnissen 2011 hervor, die die Groupe Mutuel am zwölften Januar veröffentlicht hat.

Groupe Mutuel zeigt sich solide

Die Reservequote in der Grundsicherung liegt nach Angaben des Unternehmens bei über fünfzehn Prozent. Im Bereich „Gesundheit“ müssen keine Massnahmen zur Wiederaufstockung von Reserven getroffen werden, schreibt das Unternehmen deshalb und gibt neben den bisher genannten Umsätzen für den Bereich „Krankentaggeld“ einen Umsatzanstieg von 150,2 Millionen auf 152,2 Millionen Franken sowie für den Bereich „Unfallversicherung“ 84,2 Millionen Franken für 2011 bekannt. Die beiden beruflichen Vorsorgestiftungen, die Groupe Mutuel Vorsorge GMP und die Walliser Vorsorge, steigerten ihren Umsatz leicht von 121,5 Millionen im Jahr 2010 auf 123 Millionen Franken. Die Bilanzsumme für beide Stiftungen erreicht über eine Milliarde Franken. Der Deckungsgrad liegt bei 109,4% für die Walliser Vorsorge und 106,6% für die Groupe Mutuel Vorsorge GMP. Im Bereich „Lebensversicherung“ stieg der Umsatz um 10,3% von 62 auf 68,4 Millionen Franken.

Neue Produkte und Zukunftspläne

Mit KidsProtect und Legis hat die Groupe Mutuel 2011 zwei neue Versicherungsprodukte auf den Markt gebracht. KidsProtect unterstützt Eltern von krebserkrankten Kindern fünf Jahre lang finanziell und gewann innerhalb eines halben Jahres fast 10.000 Kunden. Beim Innovationswettbewerb der Schweizer Assekuranz, der vom Fachmagazin «Schweizer Versicherung» verliehen wird, erhielt die Versicherung zudem den zweiten Preis. Legis ist eine neue Rechtsschutzversicherung für Privatpersonen mit einzeln abschliessbaren oder kombinierbaren Varianten und erreichte rund 11.000 Kunden. In den kommenden Jahren plant die Gruppe in Bahnhofsnähe in Sitten den Aufbau eines neuen ServiceCenters und hat dafür ein 13.000 m² grosses Grundstück erworben. Zum Stichtag „erster Januar 2012“ gab es insgesamt 1.757 Mitarbeiterstellen beim Unternehmen.

Wer gehört zur Groupe Mutuel?

Die Groupe Mutuel ist ein Zusammenschluss mehrer Gesellschaften. Er nimmt mit seinen 1,3 Millionen Mitgliedern in der Krankenversicherung den dritten Platz in der Schweiz ein. Der Unternehmenssitz befindet sich in Martigny. Ausserdem betreibt die Groupe Mutuel vier weitere grosse Service Center und ist mit ihren 33 Agenturen in fast allen Kantonen präsent.

Die Gesellschaften der Groupe Mutuel

Im Bereich der obligatorischen Grundversicherung beinhaltet der Zusammenschluss der Groupe Mutuel fünf Gesellschaften. Die Avenir, die Philos, die EasySana, die Mutuel und die AMB stehen den Kunden hier als Anbieter zur Verfügung. Über die Grundversicherung hinaus bieten die genannten Gesellschaften ihren Mitgliedern eine Taggeldversicherung an. Diesen Schutz können die Kunden der Gruppe aber auch bei der GMA und der CM bekommen.

Zusatzversicherungen beim Gesundheitsschutz und Unfallversicherungen werden innerhalb der Groupe Mutuel bei der GMA oder bei der Mutuel abgeschlossen. Ferner gehören dem Zusammenschluss die GMV, die GMP und die Walliser Vorsorge an, die den Kunden eine Absicherung der beruflichen Vorsorge beziehungsweise den Abschluss einer Lebensversicherung gewährleisten.

Durch den Zusammenschluss einer grossen und leistungsfähigen Gruppe von Unternehmen kann die Groupe Mutuel ihren Versicherten einen Rundumschutz bieten, der sie in allen Lebensbereichen absichert. Dabei sind die einzelnen Gesellschaften rechtlich selbständig, profitieren aber von den erweiterten Personalressourcen und der optimierten Infrastruktur der Partnerschaft. Ausserdem haben sie in der Groupe Mutuel eine starke Interessenvertretung an der Hand.

Groupe Mutuel kündigt Vertrag mit Comparis

Alle der Groupe Mutuel angeschlossenen Krankenkassen werden der Comparis künftig keine Vermittlungsgebühren mehr bezahlen, wenn es nicht zu einem erfolgreichen Abschluss kommt. Damit kommt die Gruppe einer Forderung nach, die politisch und vonseiten Konsumentenschutzorganisationen und schon mehrfach geäussert wurde. Alleine an der Vermittlung von Adressdaten soll Comparis nichts mehr verdienen. Die Groupe Mutuel (wie zuvor Helsana, Sympany und Swica) hat die Verträge mit Comparis gekündigt.

Offiziell begründet wird der Entscheid mit "zu hohen Vermittlungsgebühren ohne Abschlussgarantie", wie die "Handelszeitung" in ihrer Ausgabe von Mitte Oktober meldet. Vermittlungsgebühren stehen bereits seit längerem im Fokus von Konsumentenschützern. auch das Bundesamt für Gesundheit wollte dem Wildwuchs Paroli bieten und hat mit priminfo einen Online-Prämienrechner im Angebot der für Konsumenten und Anbieter kostenlos sein soll. Allerdings wird dieser mit Steuergeldern betrieben und ist deshalb nicht kostenlos; zudem geriet das Angebot des BAG wegen mangelndem Service zuletzt in die Kritik.

Groupe Mutuel erweitert den Alterna-Leistungskatalog

2006 wurden die komplementärmedizinischen Behandlungsmethoden Anthroposophische Medizin, Homöopathie, Neuraltherapie, Phytotherapie  und Traditionelle Chinesische Medizin aus dem KVG-Leistungskatalog entfernt. Laut Beschluss des Bundesrates dürfen die Kassen sie nun ab 2012 unter bestimmten Umständen wieder finanzieren. Das schwächt die Attraktivität von Zusatzversicherungen, die bisher die Lücke geschlossen und eine Kostenübernahme bei diesen Behandlungen geboten haben. Die Groupe Mutuel hat mit ihrer Zusatzversicherung Alterna jetzt darauf reagiert und den Leistungskatalog der Versicherung erweitert.

Die neu aufgenommenen Therapien bei Alterna

In den Leistungskatalog der Zusatzversicherung Alterna von Groupe Mutuel wurden neu Akupunktur, Aurikulotherapie, Elektroakupunktur und Magnettherapie aus dem Bereich der  Naturheilverfahren aufgenommen. Bei den manuellen Therapien wurden Ätiopathie, Mesotherapie, Orthobionomie und Osteopathie in den Leistungskatalog integriert, aus dem Bereich der Psychotherapie die Biodynamik und das Rebirthing. Darüber hinaus bietet die Alterna Zusatzversicherung auch bei den fünf Therapien, die 2012 wieder von der Grundversicherung finanziert werden können, Vorteile: Während sich die Patienten für eine Finanzierung durch die Grundversicherung einen Arzt mit spezifischer Weiterbildung suchen müssen, ist das bei Alterna-Versicherung nicht der Fall. Der Patient hat also eine grössere Freiheit bei der Therapeutenwahl. Zugleich werden die fünf Methoden der Komplementärmedizin erst einmal nur provisorisch bis 2017 in den Leistungskatalog der Grundversicherung aufgenommen. Was danach kommt, weiss niemand genau.

Was kostet Alterna?

Die Alterna Zusatzversicherung übernimmt achtzig Prozent der Kosten von Behandlungsformen in ihrem Leistungskatalog. Versicherte bis zu einem Alter von neunzehn Jahren zahlen für die Zusatzversicherung drei Franken pro Monat. Ab neunzehn Jahren zahlt man sechs Franken monatlich. Schliesst man zusätzlich zur Alterna eine Krankenpflegezusatzversicherung bei der Groupe Mutuel ab, kostet Alterna jeweils nur die Hälfte pro Monat.

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