Bessere Gesundheit durch Fasten?

Frühlingsputz für den Körper: Fasten kann eine reinigende und stärkende Wirkung auf unseren Körper haben. Der Verzicht auf feste Nahrung für einen begrenzten Zeitraum kann aber auch eine Gewichtszunahme oder gesundheitliche Probleme nach sich ziehen. Die Meinungen über Sinn und Unsinn einer Fastenkur gehen auseinander.

Fasten – So funktioniert’s

Eine Fastenkur dauert normalerweise fünf bis sieben Tage, zumindest für all diejenigen, die zum ersten Mal fasten. Im Rahmen einer Nulldiät kann man sich während dieser Zeit auf das Trinken von Wasser beschränken. Es gibt jedoch auch noch andere bessere Möglichkeiten. So beispielsweise das Fasten nach Buchinger, das Saftfasten oder das modifizierte Fasten, wie Atupri auf ihrer Website schreibt. Das Fasten nach Buchinger bedeutet, dass man – wie beim Saftfasten auch – neben Wasser auch Tee, Obst-, Gemüsesäfte und Gemüsebouillon zu sich nimmt. Im Unterschied zum Saftfasten wird der Reinigungsprozess des Körpers aber zusätzlich durch Einölen, Leberwickel oder Darmspülungen ergänzt.

Beim modifizierten Fasten als weitere Möglichkeit, werden die Säfte durch Eiweisspräparate, Buttermilch oder Molke ergänzt, um die Muskelmassenverluste zu reduzieren.

Vorteile – Reinere Haut und bessere Stimmung

Neben der Reinigung und Entgiftung des Körpers hat das Fasten noch weitere Vorteile. Der Stoffwechsel wird angeregt, was die Regeneration des Körpers fördert. Durch die leichte Kost wird der Darm geschont und beim Buchinger-Fasten zusätzlich entgiftet indem der Fastende die Ausscheidung mit Abführmitteln fördert. Fasten kann sogar der Linderung bestimmter Beschwerden wie rheumatischen oder entzündlichen Krankheiten, Asthma, Allergien, Migräne oder Stoffwechselerkrankungen dienen. Der Rapperswiler Chirurg und Ernährungsmediziner Peter Schmid zeigt gegenüber tagesanzeiger.ch weitere Vorteile auf:“Ist diese «Fastenkrise» überstanden, fühlt man sich sofort besser. Der Bauch ist nicht mehr gebläht, die Haut wird reiner, die Stimmung steigt, und chronische Beschwerden bessern sich. Eine meiner Patientinnen wurde mittels Fasten sogar ihre schmerzenden Knieprobleme los.“

Nachteile – Macht Fasten dick?

Nicht alle sind von der stärkenden Wirkung einer Fastendiät überzeugt. Der deutsche Diätexperte und bekannte Medizinpublizist Sven-David Müller warnt davor, dass Fasten vor allem dick mache (Quelle: tagesanzeiger.ch). Durch den Mangel an Eiweiss werde Muskelmasse abgebaut und folglich sinke auch der Grundumsatz. Esse man anschliessend wieder normal, fehle der Energieverbrauch der Muskeln, und der Körper würde die überschüssige Energie in Form von Fett einlagern. Diesem Effekt kann jedoch durch modifiziertes Fasten vorgebeugt werden.

Ob Fasten wirklich entschlackend wirkt, konnte wissenschaftlich nicht belegt werden. Zudem werden während des Fastens Schwermetalle und Schadstoffe freigesetzt, die sich im Fettgewebe festgesetzt haben. Ob diese wirklich ausgeschieden werden, ist fraglich.

Falls man sich für eine Fastenkur entscheidet, ist es sinnvoll, neben Wasser auch Säfte und Bouillon zu sich zu nehmen, um einer Mangelernährung vorzubeugen. Während des Fastens sollte man mindestens drei Liter pro Tag trinken und sich täglich Zeit zum Entspannen und für leichte Aktivitäten im Freien nehmen.