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Bioresonanztherapie – Wer übernimmt die Kosten?

Die Bioresonanztherapie gehört zu den alternativmedizinischen Heilmethoden, die auch in der Schweiz von passend ausgebildeten Therapeuten angeboten werden. Sie ist wissenschaftlich umstritten. Es gibt ebenso Skeptiker wie überzeugte Befürworter. Zu den Befürwortern gehört die Schweizerische Gesellschaft für Energie-, Bioresonanz & Informationsmedizin (kurz: SEBIM). Sie beschreibt die Bioresonanz-Therapie als eine, die mit Hilfe eines Gerätes geeignete Informationen in den Organismus bringt, „um ihn in seinen Selbstheilungsbemühungen zu unterstützen“.

Ein paar Worte zur Bioresonanz-Therapie

Bei der Bioresonanz-Therapie „werden die aus der Ordnung geratenen körpereigenen Schwingungen des Patienten im Gerät verändert und dazu ergänzende Therapiesignale (Schwingungen von Medikamenten, Farben, Edelsteinen, Tönen etc.) verwendet“, heisst es auf der Website der Gesellschaft SEBIM. Die Wurzeln der Therapie liegen in der sogenannten Radionik, die in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts in den USA entwickelt wurde. Letztlich dreht sich bei der Radionik alles um die Vorstellung, dass der menschliche Körper von einem Energiefeld umgeben ist. Bei der Bioresonanztherapie ist von Schwingungen die Rede. „Die gesamte Wirklichkeit besteht – physikalisch gesehen – aus Schwingungen“, schreibt die SEBIM. Bei der Bioresonanz-Therapie sollen krankmachende Schwingungen dank eines Bioresonanzgerätes entfernt werden und für den Körper positive Schwingungen den Körper erreichen.

Im Rahmen der Therapie arbeiten Therapeuten mit Minus- und Plus-Elektroden, wobei die Minus-Elektrode die krankmachenden Schwingungen aufgreifen und die Plus-Elektrode die heilenden Schwingungen in den Körper hineingeben sollen. Manche Varianten der Bioresonanz-Therapie werden mit Therapien wie Homöopathie oder Bachblüten kombiniert, wobei laut Lehre der Bioresonanztherapeuten positive Schwingungen der jeweiligen Heilmittel in den Körper fliessen. Die SEBIM schreibt, dass die Bioresonanz-Therapie (der Literatur gemäss) bei nahezu allen gesundheitlichen Störungen eingesetzt werden kann. „Es können damit akute Zustände wie etwa „Gelenk-Entzündungen, Ischialgien, Infektionen, Verletzungen“ meist wesentlich gebessert werden. „Vor allem aber bei chronischen Krankheitsprozessen kann Bioresonanztherapie zu einer tiefgreifenden Umstimmung des Organismus beitragen“, berichtet die SEBIM und schreibt noch von weiteren möglichen Krankheiten, bei denen die Bioresonanz-Therapie helfen kann. Fachbücher beschreiben therapeutische Wirkung der Bioresonanz-Therapie bei Krankheiten wie Asthma, Neurodermitis, Migräne und weiteren Krankheiten, heisst es auf SEBIM.ch.

Die Assura Zusatzversicherung „Natura“

Um es nochmals zu betonen: Wer als Patient auf eine Bioresonanz-Therapie setzt, muss sich bewusst sein, dass er sich für eine Therapie entscheidet, deren Wirksamkeit nicht als wissenschaftlich erwiesen gilt. Das muss jedoch nicht zwangsläufig bedeuten, dass eine Wirksamkeit damit ausgeschlossen ist. Möchte man auf Bioresonanz-Therapie setzen, greift die obligatorische Grundversicherung in der Schweiz NICHT. Zwar werden seit 2012 wieder einige Varianten der Alternativmedizin in der Schweiz von der obligatorischen Grundversicherung gezahlt. Allerdings gehören nur Homöopathie, anthroposophische Medizin, Phytotherapie, traditionelle chinesische Therapie und Neuraltherapie dazu, während andere Behandlungsverfahren weiterhin aussen vor bleiben.

Möchte man, dass auch Kosten der Bioresonanztherapie zumindest teilweise von einer Versicherung übernommen werden, muss man auf eine Zusatzversicherung setzen. Eine der Versicherungen, die Kosten für Bioresonanz-Therapien teils oder vollständig übernehmen, ist die „Natura“ Zusatzversicherung für Komplementärmedizin des Versicherers „Assura“. Assura definiert insgesamt 24 Therapien, an deren Kosten sich der Versicherer im Rahmen der Zusatzversicherung „Natura“ finanziell beteiligt. Neben der Bioresonanz-Therapie gehören unter anderem die Aroma-Therapie, die Neural- und die Mesotherapie dazu. Gezahlt werden sowohl Untersuchungen als auch Medikamente, falls der jeweilige Zweig der Alternativmedizin hier etwas anbietet. Allerdings greift die Versicherung nur, wenn die jeweilige Therapie ärztlich verordnet wurde. Assura verspricht eine „sehr grosse Auswahl an anerkannten Therapeuten“. Der Versicherer bietet im Rahmen von „Natura“ bei der ersten Konsultation und der Abklärung des Gesundheitszustandes eine Kostenübernahme von maximal 130 Franken pro Sitzung sowie von maximal 110 Franken bei weiteren Sitzungen. Für Laboruntersuchungen und verschriebene Medikamente zahlt der Versicherer maximal 800 Franken im Jahr.

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