Diät während der Stillzeit schadet dem Baby

Die Stillzeit ist definitiv nicht der richtige Zeitpunkt zum Abnehmen. Darauf hat jüngst der Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer RVK auf der Website "Krankenversicherer.ch" hingewiesen. Statt weniger sollten Stillende während der Stillzeit täglich 500 bis 700 Kalorien mehr als sonst zu sich nehmen.

Eine Diät zur Stillzeit kann Schadstoffe freisetzen

Während einer Diät baut der Körper Fettgewebe ab, was im Gewebe angesammelte Schadstoffe freisetzen kann, schreibt der RVK. Das Baby nimmt diese Schadstoffe, die seinen Körper stark belasten können, dann über die Muttermilch auf. Dass statt einer Diät während der Stollzeit eine zusätzliche Kalorienzufuhr nötig ist, berichtet auch das Schweizer Portal Swissmom.ch hin. Darüber hinaus weist es darauf hin, was bei der Ernährung zur Stillzeit sonst noch zu beachten ist. So rät Swissmom.ch dazu, kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel über den Tag verteilt zu essen sowie auf eine Zufuhr qualitativ hochwertiger Fette zu achten.

Weitgehend Entwarnung gibt das Portal bei Nahrungsmitteln wie Kohl, Zwiebeln und Hülsenfrüchte, die im Verdacht stehen, bei Neugeborenen Koliken zu verursachen. Das passiert jedoch eher selten, heisst es auf Swissmom.ch. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung hat ebenfalls Tipps für die Ernährung während des Stillens. So heisst es in der Broschüre "Ernährung während der Stillzeit" unter anderem, dass der tägliche Eiweissbedarf durch das Stillen um rund 15 Gramm ansteigt und dass eine Stillende mindestens zwei und maximal drei Liter Flüssigkeit pro Tag trinken sollte.

Stillberatung als Leistung der Krankenkassen

Tipps zur richtigen Ernährung während der Stillzeit können ein Thema einer Stillberatung sein. Sie ist Teil der Leistungen in der Obligatorischen Grundversicherung. Festgelegt ist das in Artikel 29 (Mutterschaft) des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung. Detaillierter wird es in der Krankenpflege-Leistungsverordnung. Hier heisst es in Artikel 15 "Stillberatung", dass die Grundversicherung die Kosten von maximal drei Stillberatungen übernimmt, sofern "sie durch Hebammen oder durch speziell in Stillberatung ausgebildete Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner durchgeführt wird“.

Wer mehr als die Grundleistungen während der Stillzeit möchte und beispielsweise auf Stillgeld hofft, sollte überlegen, ob der Abschluss einer passenden Zusatzversicherung infrage kommt. Angeboten werden Versicherungen mit Zusatzleistungen während der Stillzeit von vielen Versicherern, beispielsweise von der kmu-Krankenversicherung. Sie bietet im Rahmen der Familienversicherung KMU FAMILY unter anderem ein Stillgeld von bis zu 250 Franken pro Kind sowie teils Beiträge für die Kosten einer Haushalthilfe nach der Geburt an.

Sollten auch andere Leistungen solch einer Versicherung interessant sein, dann sollte man intensiver über den Abschluss der Zusatzversicherung nachdenken. Bei der KMU FAMILY gehören zu den weiteren Leistungen etwa ein Beitrag von 70% (ohne Maximalbetrag) für Zahnstellungskorrekturen bei Versicherten bis zu einem Alter von 25 Jahren und bis zu 200 Franken pro Jahr für Brillengläser und Kontaktlinsen.

Link zum Text: Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV)