Erkältungszeit: Vorbeugen, therapieren und heilen

Der Herbst ist für viele Menschen Erkältungszeit, weil das Immunsystem an nassen und kühlen Tagen bisweilen sehr beansprucht und geschwächt wird. Die gute Nachricht: Es gibt eine Fülle von Tipps, wie sich das Erkältungsrisiko zumindest etwas verringern lässt. Einige dieser Tipps hat jüngst einmal der Krankenversicherer Atupri in seinem Blog aufgelistet.

Allerdings bietet auch die beste Prophylaxe keinen hundertprozentigen Schutz gegen Erkältungen. Falls man erkrankt, hilft manchmal nur noch der Gang zum Arzt. Dabei kann man durchaus überlegen, ob man nur schulmedizinischen Methoden vertraut oder auch auf Alternativmedizin setzt. Zusatzversicherungen können dazu beitragen, den Pool möglicher Massnahmen gegen Erkältungen zu vergrössern, weil sie die Finanzierung von Therapien erleichtern, deren Kosten der Versicherte ansonsten alleine tragen müsste.

Viele, viele Tipps für den Kampf gegen Erkältungen

Der Versicherer Atupri gab am 16. Oktober in seinem Blog insgesamt zehn Tipps, um die Erkältungsgefahr zu senken. Viele davon betreffen oftmals nur kleinere Umstellungen im Leben, die bereits zur Stärkung des Immunsystems beitragen. So empfiehlt der Versicherer „5 Portionen Früchte und Gemüse pro Tag“.

Menschen sollten im Herbst zudem viel trinken und regelmässig die Hände waschen. Darüber hinaus sollte man dafür sorgen, dass die Heizung dem Rauminneren nicht zu viel Feuchtigkeit entzieht. Allzu trockene Luft kann die Schleimhäute austrocknen, sodass sie nicht mehr optimal zur Abwehr von Viren und Bakterien beitragen. Atupri rät deshalb dazu, eventuell die Heizungstemperatur etwas zurückzustellen. Das würde auch Energie einsparen, sollte aber nicht zu sehr das Gefühl von Behaglichkeit im Haus beeinträchtigen. Alternativ oder zusätzlich kann man auch einen Luftbefeuchter aufstellen.

Weitere Tipps wie das Verwenden von Papier- statt Stofftaschentüchern sind ebenfalls einfach umzusetzen. Etwas schwieriger wird es dagegen, dem Tipp zu folgen, stets auf die richtige Kleidung zu achten. Herbsttage sind teils tückisch, schreibt die Atupri. Die Nachmittagstemperaturen wirken bisweilen fast noch sommerlich, während die Abende bereits sehr kühl werden. Hier stets die richtige Kleidungswahl zu treffen, ist eine knifflige Aufgabe. Keinesfalls sollte man sich von der Wärme am Nachmittag täuschen lassen: Ist man bis in den Abend hinein unterwegs, sollte man wärmere Kleidung dabei haben.

Schliesslich hat die Atupri auch Vorschläge im Gepäck, die sich nicht bei allen Versicherten im gleichen Masse  umsetzen lassen, weil hier teils kaum veränderbare Lebensumstände im Wege stehen. Dazu gehören etwa die Vorschläge, grosse Menschenmengen zu meiden, regelmässig die Sauna zu besuchen, viel zu schlafen sowie regelmässig spazieren zu gehen und Sport zu treiben.

Was ist eine Erkältung überhaupt?

Erkältungen werden auch grippale Infekte genannt und unterscheiden sich von der Grippe. Eine Grippe entsteht durch die sogenannten Influenzaviren A oder B. Durch eine Erkältung entstehen Symptome, die bis zu einem gewissen Grad einer Grippe ähneln. Die Erkältung wird allerdings von anderen Viren verursacht, wobei bisweilen Bakterien für zusätzliche gesundheitliche Probleme sorgen. Symptome einer Erkältung können beispielsweise erhöhte Temperatur, Schnupfen, Kopf- und/oder Halsschmerzen, Husten und Schluckbeschwerden sein. Oftmals kommen die Symptome einer Erkältung langsam, während Grippesymptome bisweilen sehr plötzlich auftreten.

Erkältet: Und was nun?

Die Therapie bei einer Erkältung zielt darauf ab, die Erkältungssymptome zu lindern. Je nach Ausprägung der Symptome kommen etwa Nasentropfen und Schmerzmittel in Frage. Sind auch Bakterien an der Infektion beteiligt, sind Antibiotika ebenfalls ein mögliches Mittel der Therapie. Die Website Sprechzimmer.ch bescheinigt zudem Heilpflanzen wie beispielsweise chinesischen Kräutern „einen günstigen Effekt auf den Krankheitsverlauf“ und beruft sich dabei auf neuere Studien. Sich und seinen Körper zu schonen, hilft oft ebenfalls dabei, eine Erkältung erfolgreich zu überwinden.

Sind die Symptome eher schwach, kann man zunächst probieren, sie mit viel Ruhe, Inhalationen und Hausmitteln zu behandeln. Werden die Symptome jedoch stärker, sollte man auf jeden Fall ärztlichen Rat suchen, wobei der jeweilige Arzt keinesfalls nur schulmedizinisch gegen eine Erkältung vorgehen muss. Die Alternativmedizin kennt ebenfalls Therapien, die bei einer Erkältung helfen können, beispielsweise die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie).

Ratschläge gibt es beispielsweise im Magazin astreaAPOTHEKE, der offiziellen Kundenzeitschrift der Schweizer Apotheken. Im Magazin empfahl Eva Candrian, Inhaberin der Winterthurer Steinberg-Apotheke, Pelargonium aus der Familie der Storchenschnabelgewächse als Mittel zur Stärkung der Immunabwehr gegen Grippe und Erkältung. Pelargonium kommt aus der Familie der Storchenschnabelgewächse. Eine Phytotherapie wird im Allgemeinen nicht von der obligatorischen Grundversicherung bezahlt. Wer jedoch eine passende Zusatzversicherung besitzt, den unterstützen die Krankenversicherungen sowohl bei der Erkältungsprophylaxe wie bei alternativmedizinischen Therapien gegen die Erkältung.