Mobile Health: Gesundheit via Smartphone

Gesundheit im digitalen Zeitalter: Mobile Health oder mHealth lautet der Trend. Die Menschen haben immer mehr Möglichkeiten, sich über Gesundheit oder Krankheiten zu informieren, ihren Körper und verschiedene Aktivitäten zu überwachen und sogar selbst Diagnosen zu stellen. Inzwischen befinden sich im Rahmen von Mobile Health verschiedene Apps und Hardware-Komponenten auf dem Markt, die verschiedene Vorteile für die Patienten mit sich bringen.

Mobile Health: Evolution der Telemedizin

Mobile Health bedeutet auf Deutsch „Gesundheit unterwegs“. Damit ist gemeint, dass dass man Informationen erhalten oder etwas messen kann, ganz unabhängig davon, wo man gerade ist, wie der Krankenversicherer Atupri in der aktuellen Ausgabe seines Kundemagazins schreibt. Mit Mobile Health sind sowohl Apps als auch verschiedenste mit dem Mobiltelefon vernetzbare Geräte gemeint. Mobile Health kann als Evolution der an ein Desktop gebundenen Telemedizin betrachtet werden.

Inzwischen bieten verschiedene Krankenversicherer so genannte Gesundheits-Apps an. Diese beinhalten Gesundheitstipps zu Themen wie Fitness, Wellness, Ernährung oder Prävention. Zudem enthalten diese oftmals Informationen über Vorteilsangebote der jeweiligen Krankenkasse. Bei einigen Apps kann ausserdem ein persönliches Profil angelegt werden, das die Informationsübermittlung an die Krankenkasse vereinfacht.

Überwachung von Fitness und Gesundheit

Aber nicht nur Krankenversicherungen bieten Gesundheitsapps an. Zu Mobile Health gehören auch Apps, die das Überwachen von sportlichen Betätigungen erleichtern. Inzwischen befinden sich unzählige (auch kostenlose) Applikationen auf dem Markt,  die einen Fitness-Coach ersetzen können. Dazu gehören die so genannten Fitness-Tracker, die Fitnessübungen detailliert illustrieren und Trainingspläne beinhalten oder es ermöglichen, die Jogging-Route aufzuzeichnen und auf Facebook zu teilen.

Zudem können immer mehr Geräte aus dem Gesundheitsbereich mit dem Mobiltelefon vernetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Blutdruck- oder Blutzuckermessgeräte oder Personenwaagen, bei denen die gemessenen Daten an eine App übertragen werden können. Durch diese Hardware ist eine Überwachung zu Hause möglich und Spitalbesuche können reduziert werden.

Mobile Health: Viele Vorteile für Patienten

Auch wenn solche Apps nicht in jedem Fall einen Arzt- oder Spitalbesuch ersetzen können, bringen sie viele Vorteile mit sich: Patienten tragen mehr Selbstverantwortung für die eigene Gesundheit und haben einen einfacheren Zugang zu ärztlichen Leistungen, beispielsweise über Apps, die die nächsten Notfallstationen aufzeigen oder Arzttermine verwalten.

Im Rahmen der Studie «Emerging mHealth – Paths for growth»,  hat PwC bei insgesamt 1’805 Patienten, Ärzten und Vertretern von Krankenversicherungen in zehn Ländern der Gesundheitsbranche auf den Puls gefühlt. Gemäss pwc.ch erwartet die Hälfte der befragten Patienten, dass sich Mobile Health in den nächsten drei Jahren positiv auf die Qualität ihrer gesundheitlichen Versorgung auswirkt und dass damit die Kosten sinken.