Grundversicherung: Kostenübernahme bei Schönheitsoperation?

Schönheitsoperationen sind längst keine Seltenheit mehr. Der Wunsch nach einer neuen Nase, grösseren Brüsten oder weniger Fettgewebe führt oft zum Chirurgen. Jedoch sollte dieser Eingriff gewissenhaft geplant werden. Einerseits sind damit meistens erhebliche finanzielle Kosten verbunden. Eine Deckung durch die Grundversicherung der Krankenkasse kann nicht garantiert werden. Ein weiterer Faktor stellt die Auswahl des Arztes dar: Längst nicht alle arbeiten seriös.

Die Schweiz gehört zu den operationsfreudigsten Ländern. 2013 legten sich 55’000 Menschen unters Messer, wie es im Datenblog des Tagesanzeigers heisst. Das Geschäft mit der Schönheit boomt: Gemäss Blog beträgt das Marktvolumen bis zu 500 Millionen Franken pro Jahr. Dabei liegt die Fettabsaugung auf Platz eins. Sie macht in der Schweiz jede dritte ästhetische Operation aus. Darauf folgen die Lidplastik und Brustoperationen.

Keine grundsätzliche Leistungspflicht der Grundversicherung

Ästhetische Eingriffe müssen gut überlegt sein. Nicht nur aufgrund möglicher Komplikationen, sondern auch aus Kostengründen. Ob der Patient Anspruch auf eine Kostenbeteiligung der Krankenversicherung hat, muss im Einzelfall abgeklärt werden. Generell gilt: Eine Leistungspflicht seitens der Grundversicherung besteht nur bei Leiden mit Krankheitswert. Im Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) Art. 3 heisst es: “Krankheit ist jede Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalles ist und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat“.  In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wo abgegrenzt wird: Wann kommt Schönheitsoperationen sind längst keine Seltenheit mehr. Der Wunsch nach einer neuen Nase, grösseren Brüsten oder weniger Fettgewebe führt oft zum Chirurgen. Jedoch sollte dieser Eingriff gewissenhaft geplant werden. Einerseits sind damit meistens erhebliche finanzielle Kosten verbunden. Eine Deckung durch die Grundversicherung der Krankenkasse kann nicht garantiert werden. Ein weiterer Faktor stellt die Auswahl des Arztes dar: Längst nicht alle arbeiten seriös.

Die Schweiz gehört zu den operationsfreudigsten Ländern. 2013 legten sich 55’000 Menschen unters Messer, wie es im Datenblog des Tagesanzeigers heisst. Das Geschäft mit der Schönheit boomt: Gemäss Blog beträgt das Marktvolumen bis zu 500 Millionen Franken pro Jahr. Dabei liegt die Fettabsaugung auf Platz eins. Sie macht in der Schweiz jede dritte ästhetische Operation aus. Darauf folgen die Lidplastik und Brustoperationen.

Keine grundsätzliche Leistungspflicht der Grundversicherung

Ästhetische Eingriffe müssen gut überlegt sein. Nicht nur aufgrund möglicher Komplikationen, sondern auch aus Kostengründen. Ob der Patient Anspruch auf eine Kostenbeteiligung der Krankenversicherung hat, muss im Einzelfall abgeklärt werden. Generell gilt: Eine Leistungspflicht seitens der Grundversicherung besteht nur bei Leiden mit Krankheitswert. Im Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) Art. 3 heisst es: “Krankheit ist jede Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalles ist und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat“.  In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wo abgegrenzt wird: Wann kommt einem (ästhetischen) Leiden Krankheitswert zu und wann handelt es sich „nur“ um eine natürliche physiologische Entwicklung bzw. einen Schönheitsfehler?

Kostenübernahme: Ein paar Beispiele

Eine Orientierung bietet beispielsweise der Krankenversicherer KPT, der auf seiner Homepage über die Frage der Kostenübernahme in bestimmten Fällen informiert. Die Kosten werden beispielsweise bei einer „Brustverkleinerung zur Korrektur einer Mammahypertrophie von der obligatorischen Krankenversicherung getragen, wenn die Hypertrophie physische oder psychische Beschwerden mit Krankheitswert verursacht und der Eingriff auf die Beseitigung dieser Beschwerden abzielt“, heisst es auf der Seite. Nicht übernommen hingegen werden Kosten für die Korrektur von abstehenden Ohren oder für eine Fettzellenreduktion.

Tipps, um einen seriösen Chirurgen zu finden

Im Vorfeld sollte nicht nur die Kostenüernahme geklärt, sondern auch der Arzt gewissenhaft ausgewählt werden. Gerät man an einen unseriösen Chirurgen, ist man danach das ganze Leben lang gezeichnet. Bei der Auswahl sollte man deshalb folgende Tipps beachten (Quelle: srf.ch):

  • Den Hausarzt nach einer Empfehlung fragen
  • Sich im Bekanntenkreis umhören
  • Prüfen, ob der gewählte Chirurg einen Facharzt-Titel für plastische Chirurgie trägt und ob er einem Verband angehört
  • Zweitmeinung einholen
  • Im Internet nach Erfahrungsberichten von Patienten des gewählten Arztes suchen

Link zum Text: ATSG einem (ästhetischen) Leiden Krankheitswert zu und wann handelt es sich „nur“ um eine natürliche physiologische Entwicklung bzw. einen Schönheitsfehler?