Impfungen: Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

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Zahnmedizin: Wann zahlt die Grundversicherung?

Viele zahnmedizinische Behandlungen werden von der Obligatorischen Grundversicherung der Schweiz nicht bezahlt. Hier sind Schweizer ohne Zusatzversicherung auf sich selbst gestellt. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Grundversicherung in der Zahnmedizin gar keine Kosten übernimmt. Wo die Obligatorische Grundversicherung in der Zahnmedizin greift, hat jetzt der Krankenversicherer EGK nochmals in seinem Kundenmagazin „Mir zlieb“ (1/2014)…

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Vasektomie / Sterilisation – was zahlen Krankenkassen?

Eine Sterilisation bei der Frau oder eine Vasektomie beim Mann sind Eingriffe, die für eine dauerhafte Unfruchtbarkeit der jeweiligen Person sorgen. Sie kommen als medizinisch nicht notwendiger Eingriff in Betracht, wenn sich eine Person sehr sicher ist, im Laufe ihres weiteren Lebens keinen Kinderwunsch mehr zu entwickeln. Man muss sich bewusst sein, dass es schwierig…

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Werden Impfungen von der Krankenkasse bezahlt? Die Antwort auf diese Frage ist ein klares „ja“, allerdings nicht bei jeder Art von Impfung. Bezahlt werden von der Obligatorischen Grundversicherung die in der Schweiz empfohlenen und üblichen Impfungen. Bei anderen Impfungen trägt jedoch der Versicherte selbst die Kosten, falls er sich nicht für eine passende Zusatzversicherung entschieden hat. Dass BürgerInnen sich um ihren Impfschutz kümmern, ist auch im Interesse des Bundesamtes für Gesundheit. Nicht zuletzt deshalb beteiligt sich die Schweiz seit einigen Jahren auch an der Europäischen Impfwoche.

Der Impfplan gibt vor, was bezahlt wird

Welche Impfungen von der Obligatorischen Grundversicherung bezahlt werden, bestimmt der Schweizerische Impfplan. Regelmässig überarbeitet wird er von der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Swissmedic. Ziel des Impfplans ist ein optimaler Impfschutz der Bevölkerung und jedes einzelnen Individuums, schreibt das Bundesamt, das zugleich deutlich macht, wo die die Grenzen der Empfehlungen liegen: Empfohlen wird eine Impfung im Schweizerischen Impfplan nur dann, „wenn der Nutzen durch verhinderte Krankheiten und deren Komplikationen die mit den Impfungen verbundenen Risiken in jedem Fall um ein Vielfaches übertrifft“. Zu den Impfungen, die von der Obligatorischen Grundversicherung gezahlt werden, gehören unter anderem die Impfung gegen Tetanus, Kinderlähmung, Windpocken, Hepatitis-B sowie gegen Gebärmutterhalskrebs bei Mädchen.

Die Impfwoche hilft Erinnern

Die Weltgesundheitsorganisation veranstaltet jährlich die Europäische Impfwoche, an der sich die Schweiz in diesem Jahr zum sechsten Mal beteiligt. 2014 startete die Europäische Impfwoche am 22. und endet am 26. April. Sie zielt darauf ab, möglichst viele Menschen dazu zu bringen, ihren Impfschutz zu überprüfen.  Im Rahmen der Impfwoche kann jeder Schweizer sein elektronisches Impfbuch unter www.meineimpfungen.ch validieren lassen. Medizin- und Pharmaziestudierenden übernehmen die Überprüfung unter der Leitung einer Fachperson, schreibt das Bundesamt für Gesundheit. Ergibt die Prüfung, dass eine Impfung fällig wird oder fehlt, bekommt der Inhaber des Impfbuchs per Mail oder SMS Bescheid. In der Impfwoche ist auch „die von Bund und Kantonen lancierte Informationskampagne zu den Masern präsent“, heisst es auf der Website des Bundesamtes weiter. Dieser Kampagne ist die Seite Stopmasern.ch gewidmet. Die Schweiz leistet mit ihr einen Beitrag dazu, das gemeinsam mit der WHO-Region Europa verfolgte Ziel zu erreichen, bis Ende 2015 masernfrei zu sein. Die USA haben dieses Ziel bereits erreicht.

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Impfungen: Was die Grundversicherung NICHT zahlt!

Eine Reihe von Impfungen, die „nur“ oder vor allem vor Reisen notwendig werden, wird nicht von der Grundversicherung gezahlt. Zu ihnen gehören beispielsweise die Impfungen gegen Gelbfieber, Tollwut oder Japanische Enzephalitis. Orientierungswerte für die Kosten einer Impfdosis bei diesen Impfungen liegen bei etwa 40 Franken für die Gelbfieber-Impfung, knapp 70 Franken für die Tollwutimpfung und etwa 125 Franken für die Impfung gegen Japanische Enzephalitis. Da oft mehrere Impfungen und damit auch mehrere Impfdosen nötig sind, bis ein Impfschutz gegeben ist, liegen die Kosten oft höher als die hier angegebenen Werte. Mit einer passenden Zusatzversicherung muss man diese Kosten jedoch nicht komplett selbst tragen. Alleine deshalb lohnt sich eine Zusatzversicherung jedoch noch nicht. Hört sich jedoch ein grösserer Teil der Leistungen interessant für den Versicherten an, könnte ein Abschluss der jeweiligen Zusatzversicherung eine gute Entscheidung sein.

Jetzt noch impfen? Kosten und Wirkung der Grippeimpfung

Das Grippevirus  ist im jeden Jahr ist tückisch: Da sich dieses verändert hat, wirkt der Grippeimpfstoff nur noch bedingt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Grippeimpfung sinnlos ist. Auch jetzt kann es sich je nachdem noch lohnen, sich dagegen impfen zu lassen.

Grippe-Epidemie: Zahl der Grippekranken steigend

Die Grippeverdachtsfälle der vergangenen Wochen belaufen sich inzwischen auf 33,2 Fälle auf 1000 Arztkonsultationen. Hochgerechnet bedeutet dies, dass pro 100'000 Schweizerinnen und Schweizer in 275 Fällen der Arzt wegen Grippeverdachts konsultiert wurde, wie bluewin.ch schreibt. Hinzu kommen diejenigen Grippefälle, in denen kein Arzt aufgesucht wurde. Der epidemische Schwellenwert wurde bereits vor drei Wochen überschritten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erwartet, dass die Zahl der Grippekranken in den kommenden ein bis drei Wochen noch zunimmt.

Grippevirus hat sich verändert

Dabei wirkt die Grippeimpfung nur bedingt. Die Ursache dafür liegt darin, dass sich das Grippevirus H3N2 verändert hat und im Impfstoff deshalb nicht optimal abgedeckt ist. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich eine Grippeimpfung erübrigt. Denn einerseits schützt die Impfung immer noch in vielen Fällen vor einer Erkrankung. Vor allem für Personen, die einer Gruppe mit erhöhtem Komplikationsrisiko angehören, kann die Grippe im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Folgen haben. Zu dieser Gruppe gehören Personen ab 65 Jahren, Erwachsene und Kinder mit chronischen Erkrankungen des Herzens, der Atemwege oder des Immunsystems, Krankheiten mit Auswirkung auf die Funktion von Herz, Lungen oder Nieren, Schwangere, Frühgeborene und Babys. Wichtig ist, dass sich nicht nur diese Personen impfen lassen, sondern auch all diejenigen, die in regelmässigem Kontakt mit ihnen stehen.

Grippeimpfung auch Anfang Jahr noch möglich

Die Grippeimpfung wird normalerweise zwischen Mitte Oktober und Mitte November gemacht. Sie kann aber auch noch später nachgeholt werden. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass momentan viele Menschen erkranken, kann es auch jetzt noch Sinn machen, sich impfen zu lassen. Ein optimaler Schutz ist nach 10 bis 14 Tagen erreicht. Die Grippeimpfung ist für gesunde Personen nicht durch die Grundversicherung gedeckt. Für Personen mit erhöhtem Risiko wird sich aber von dieser übernommen – vorausgesetzt die Franchise ist bereits erreicht. Zudem werden die Kosten für Grippeimpfungen häufig auch von Arbeitgebern übernommen. Jeweils Ende Jahr wird ausserdem ein Grippeimpftag durchgeführt, was bedeutet, dass man sich in verschiedenen Artzpraxen ohne Voranmeldung impfen lassen kann. Gesunde Personen müssen die Kosten von 30 Franken, die für die Impfung anfallen, auch dann selbst bezahlen.