Pollenallergie: Ursache und Therapie

Für einen grossen Teil der Bevölkerung ist die schönste Jahreszeit mit mühsamen Symptomen verbunden. Sobald die Gräser wachsen und Blumen anfangen zu blühen, werden rund 1,2 Millionen Menschen in der Schweiz von Niesattacken, Fliesssnupfen, verstopfte Nase oder juckende oder tränende Augen geplagt. Auslöser für eine allergische Reaktion können die Pollen unterschiedlicher Pflanzen sein. Um dem Leiden ein Ende zu setzen, gibt es gute Therapiemöglichkeiten.

Pollenallergie: Auslöser sind vielfältig

Die Pollenallergie ist eine Fehlreaktion des Körpers. Die unterschiedlichen Symptome treten aufgrund einer Reaktion des Immunsystems auf die an sich harmlosen Eiweisse der Pollen auf. Durch das Einatmen oder den direkten Kontakt mit den Pollen wird bei Allergiebetroffenen Histamin ausgeschüttet, das zu einer Entzündung der Bindehaut der Augen und der Nasenschleimhaut führt, wie aha.ch informiert.

Auslöser solcher Reaktionen können verschiedene Bäume, Blumen und Gräser sein. Das wichtigste Baumpollenallergen ist die Birke, die eine sehr grosse Menge an Pollen produziert. Weitere Pflanzen mit sehr grosser Allergiestufe sind verschiedene Gräser, Roggen und das Traubenkraut (Ambrosia). Die grösste Pollenbelastung besteht von den Monaten Mai bis Mitte August. Je nach Allergie kann sich dieser Zeitraum jedoch Ende September ausdehnen, beispielsweise für Menschen, die auf das Traubenkraut mit spätem Blütezeitpunkt reagieren. Welche der zahlreichen Pollen die allergische Reaktion auslösen, können Betroffene durch Hauttests wie den Prick- oder den Intrakutantest herausfinden.

Therapie: Medikamente und Desensibilisierung

Für die Bekämpfung der Symptome bietet sich zudem die Anwendung von Medikamenten an. Dafür können antiallergischen Medikamenten (Antihistaminika) in Form von Nasensprays, Augentropfen oder Tabletten eingesetzt werden. Ergänzend kann auch Kortison verwendet werden.

Reicht die Linderung der Symptome nicht aus, besteht eine weitere Möglichkeit, um die Erkrankung loszuwerden, in der Bekämpfung der Ursachen. Gemäss den aktuellsten Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BfS) begeben sich jährlich 6,6 Prozent aller SchweizerInnen wegen Heuschnupfen oder anderen Allergien in ärztliche Behandlung. Diese besteht meistens aus einer Desensibiliserung, die auch spezifische Immuntherapie oder Hyposensibilisierung genannt wird. Dabei werden die Allergene in steigender Dosierung unter die Haut gespritzt (SCIT) oder als Tabletten oder Tropfen verabreicht (SLIT). Das Ziel ist, den Körper an das Allergen zu gewöhnen und einen immunologischen Schutz aufzubauen, der weitere allergische Reaktionen verhindert. Eine solche Therapie dauert drei bis fünf Jahre und wird von der Grundversicherung nach Abzug von Franchise und Selbstbehalt übernommen. Auch wenn die Therapie aufwendig ist, lohnt sich eine Behandlung der Allergie. Diese kann sich ansonsten mit der Zeit verschlimmern und schliesslich zu Asthma führen.

Link zum Text: Pollenprognose