Prämien 2015: Erhöhung um durchschnittlich 4 Prozent

Ende September wurden die Prämien für das nächste Jahr bekanntgegeben. Die Versicherungsnehmer müssen 2015 etwas tiefer in die Tasche greifen: Um durchschnittlich vier Prozent werden die Prämien steigen. Dabei ist die Erhöhung je nach Kanton unterschiedlich. Während diese in einigen Kantonen mehr als 5 Prozent beträgt, steigen die Krankenkassenprämien in anderen um weniger als 4 Prozent. Auf alle Fälle lohnt sich jetzt ein Krankenkassenvergleich, um die günstigste Krankenversicherung herauszufinden und diese rechtzeitig wechseln zu können.

Prämien steigen für junge Erwachsene am meisten

Die Prämienerhöhung von durchschnittlich 4 Prozent gilt für die Standardprämie. Die Standardprämie setzt sich zusammen aus der Grundversicherung einer erwachsenen Person mit Unfalldeckung und 300 Franken Franchise. Für Kinder steigen die Prämien um durchschnittlich 3,8 Prozent. Am meisten erhöhen sich die Prämien für junge Erwachsene zwischen 19 und 25 Jahren. Bei ihnen wird die Prämie um durchschnittlich 4,4 Prozent steigen, wie das Bundesamt für Gesundheit (bag) in einer Medienmitteilung schreibt. Ein Grund dafür liegt darin, dass verschiedene Versicherer die Rabatte für diese Altersgruppe gekürzt haben. Einen hohen Anteil der Prämiengelder der jungen Erwachsenen müssen die Versicherer in den Risikoausgleich zahlen. Deshalb entsprechen die Kosten, die junge Erwachsene bei den Versicherern verursachen, denjenigen der Erwachsenen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Unterschiede zwischen den Kantonen

Die Prämienerhöhungen unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. In zehn Kantonen (AG, AI, BE, FR, GE, JU, TI, VD, VS, ZG) betragen die durchschnittlichen Prämienanpassungen der Standardprämien weniger als 4 Prozent. In den fünf Kantonen  AR, NE, NW, OW, SO hingegen beträgt diese Anpassung mehr als 5 Prozent. Im Mittelfeld mit einer durchschnittlichen Erhöhung von 4 bis 5 Prozent befinden sich die restlichen elf Kantone (BL, BS, GL, GR, LU, SG, SH, SZ, TG, UR, ZH).

Ein Krankenkassenvergleich lohnt sich

Bis Ende Oktober erhalten die Versicherten die neuen Prämien von ihren Krankenkassen. Nun lohnt es sich, die Prämien der verschiedenen Krankenkassen durch ein Onlinetool wie beispielsweise Krankenkassenvergleich oder durch das Einholen von Offerten zu verlgeichen, um nicht unnötig hohe Prämien zahlen zu müssen. Die jeweilige Krankenkasse kann bis zum 30. November gekündigt werden, wobei der Versicherer das Schreiben an diesem Datum erhalten haben muss.

Tipps: So können die Prämien gesenkt werden

Neben einem Krankenkassenwechsel bestehen noch weitere Sparpotenziale. Die Prämie kann beispielsweise durch das Optimieren der Franchise reduziert werden. Eine weitere Sparmöglichkeit besteht darin, ein alternatives Versicherungsmodell (z.B. das Hausarzt- oder telemedizinische Modell) zu wählen, was ebenfalls eine Senkung der Prämien bewirkt. Familien sollten zudem überprüfen, ob der jeweilige Versicherer Familienrabatte gewährt. Ausserdem kann es sich lohnen, die Prämie jährlich oder halbjährlich zu bezahlen. Die meisten Versicherer gewähren in diesem Fall nämlich Skonto.

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