Schnarchen: Ursachen und Therapien

Ein gesunder Schlaf ist nicht zu unterschätzen: Ohne die nächtliche Erholungsphase sind wir im Alltag weniger leistungsfähig. Sowohl unser Körper als auch unser Geist leiden mit der Zeit nicht nur unter zu wenig Schlaf, sondern auch unter einer schlechten Schlafqualität. Diese kann beispielsweise durch Schnarchen beeinträchtigt werden. Frauen können nicht durchschlafen wenn der Mann schnarcht. Aber auch die Männer selber können durch ihr eigenes Schnarchen aufwachen. Eine mühsame Angelegenheit, die zu Ärger in der Beziehung führen kann. Schnarchen kann aber durch verschiedene Methoden therapiert werden.

Schnarchen kann die Gesundheit gefährden

Viele Männer in der Schweiz leiden unter nächtlichem Schnarchen. Gemäss der Klinik für Schlafmedizin in Zurzach sind 20% aller 30-jährigen Männer davon betroffen. Ab dem 60. Lebensjahr erhöht sich diese Zahl erheblich: 60% der Männer und 40% der Frauen sind von Schnarchproblemen betroffen. Dabei müssen zwei Arten von Schnarchen unterschieden werden: Das harmlose und das gesundheitsgefährdende Schnarchen. Gesundheitsgefährdend werden die nächtlichen Geräusche, wenn sie aufgrund eines Sauerstoffmangels auftreten. Dieser Risikofaktor kann zu Hirnschlag, Herzinfarkt, Sekundenschlaf und in der Folge Verkehrsunfällen führen, wie schlafapnoe-selbsthlfe.ch schreibt. Bevor mit einer Schnarchtherapie begonnen wird, sollte also unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden, ob das Schnarchen gesundheitsgefährdend ist.

Gesündere Lebensweise hilft gegen Schnarchen

Manchmal helfen schon nur kleine Umstellungen im Alltag gegen das Schnarchen. Zu den Faktoren, die das Schnarchen begünstigen gehören die Schlafposition, muskelentspannende Medikamente, Heuschnupfen und Erkältungen, Rauchen und Alkohol und Übergewicht, wie die Klinik in einer Broschüre weiter schreibt. Vielleicht schafft also bereits eine etwas gesündere Lebensweise Abhilfe bei diesem Problem. Also beispielsweise keinen Alkohol mehr zu trinken und mehr Sport zu treiben. Was die Kosten anbelangt, beteiligen sich mittlerweile viele Krankenkassen im Rahmen von Zusatzversicherungen an Fitnessabos. Um das passende Angebot einer solchen Versicherung zu finden, lohnt sich das Einholen verschiedener Offerten.

Manchmal können die störenden Geräusche auch durch kleinere Hilfsmittel gemildert oder gar beseitigt werden. Wird das Schnarchen durch Schlafen in Rückenposition ausgelöst, kann ein speziell aufblasbarer Rucksack helfen, wie es im aktuellen Kundenmagazin der CSS heisst.

Anatomische Ursachen: Was zahlt die Krankenkasse?

Die Schnarchgeräusche können aber auch anatomische Ursachen haben. Dazu gehören vergrösserte Mandeln, ein zu kleiner Unterkiefer oder eine ungerade Nasenwand. In solchen Fällen ist oftmals eine Operation notwendig. Die Kosten einer Nasenoperation beispielsweise werden von der Krankenkasse übernommen, wenn eine behinderte Nasenatmung vorliegt und diese durch den Eingriff verbessert werden kann. Auch die Kosten für Kieferoperationen übernehmen die Krankenkassen oftmals. In jedem Fall muss aber vor Beginn der Behandlung ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden.