Schwangerschaft: Wie wäre es mit einer Wassergeburt?

„Wassergeburt: Risiko oder Erleichterung?“ fragte das CSS Magazin zuletzt in seiner Ausgabe 3/2014 und lieferte eine Reihe an Vorteilen dieser Art der Geburt gleich mit. Der Versicherer machte aber auch auf die Grenzen der Wassergeburt aufmerksam.

Was ist eine Wassergeburt?

Als Wassergeburt wird eine Geburt bezeichnet, bei der die Mutter in einem Wasserbecken mit warmem Wasser liegt und bei der das Baby unter Wasser auf die Welt kommt. Im engen Sinne spricht man von einer Wassergeburt, wenn die Frau die gesamte Geburt ihres Kindes mit Eröffnungs-, Übergangs und Austreibungsphase im Wasserbecken verbringt. Aber es gibt auch Varianten, bei denen Zeiten innerhalb und ausserhalb des Beckens abwechseln. Laut Magazin der Krankenkasse CSS soll es Wassergeburten bereits im alten Ägypten gegeben haben, wobei sie sich in Europa erst im 19. Jahrhundert etablieren konnten und in der Schweiz erst in den 80er Jahren wiederentdeckt wurden.

Vor- und Nachteile

Freunde der Wassergeburt sprechen bei ihr von einer besonders sanften Art der Geburt. Das warme Wasser entspannt die Schwangere. „Der Teufelskreis von Angst, Verspannung und Schmerz kann im warmen Wasser oft erfolgreich unterbrochen werden, denn der Wehenschmerz wird erträglicher und der Muttermund öffnet sich leichter“ schreibt beispielsweise Swissmom.ch. Wassergeburten können darüber hinaus das Risiko von Dammschnitten und Dammrissen senken. Eine Überwachung der Herztöne des Ungeborenen ist bei dieser Art der Geburt möglich.

Nachteile kann eine Wassergeburt natürlich auch haben. So kann es beispielsweise bei Komplikationen während einer Wassergeburt etwas länger dauern, bis die Ärzte adäquat darauf reagieren können. Zudem müssen oft besondere Vorbereitung zur Keimabwehr getroffen werden, weil das warme Wasser ansonsten gute Voraussetzungen für sie bieten würde. Bei Schwangerschaften mit erhöhtem Risiko wird grundsätzlich von einer Wassergeburt eher abgeraten. Interessiert sich eine Frau für diese Art der Geburt, sollte sie sich frühzeitig informieren, ob eine Wassergeburt einerseits aus medizinischer Sicht für sie in Frage kommt und ob sie andererseits für sie selbst aus eigener Sicht die richtige Art der Geburt ist.

Zahlt die Krankenkasse?

Die Wassergeburt wird oftmals von der obligatorischen Krankenkasse gezahlt. Massnahmen zur Geburtsvorbereitung und eine Unterstützung in der Phase nach der Geburt gehören ebenfalls zu den Versicherungsleistungen. Je nach Anspruch an die Betreuung vor, während und nach der Geburt, stösst die von der obligatorischen Grundversicherung gebotene Versorgung aber an Grenzen. In diesem Fall muss die Versicherte die Massnahmen entweder selbst zahlen oder aber sie kann auf eine passende Zusatzversicherung bauen.

Am besten schaut sie bereits dann, wenn bei ihr der Wunsch nach einer Schwangerschaft aufkommt, ob ihr die Leistungen der obligatorischen Versicherung ausreichen oder ob sie sie eventuell durch eine Zusatzversicherung ergänzt. Eine Zusatzversicherung alleine wegen einer Schwangerschaft abzuschliessen, lohnt sich meistens nicht. Aber die meisten Zusatzversicherungen bieten eine Fülle an Leistungen aus verschiedenen medizinischen Bereichen. Hält man mehrere davon für interessant, sollte man über den Abschluss einer Zusatzversicherung nachdenken und zuerst einmal Offerten einholen, um die verschiedenen Angebote vergleichen zu können.