Sporttraining: Ab wann ist es Übertraining?

Sich sportlich fit zu halten und regelmässig zu trainieren, ist gut. Allerdings kann man natürlich auch den Sport übertreiben. Im Extremfall kommt es dann zu einem Übertraining. Dabei reduziert sich die sportliche Leistungsfähigkeit, der Körper leidet und erreicht auch nach einer Regenerationsphase nicht mehr das alte Leistungslevel. Wer intensiv trainiert, sollte deshalb darauf achten, ausreichend lange Erholungsphasen einzuplanen. Trainer guter Fitnessstudios und anderer Sportanbieter entwerfen dafür Trainingspläne, die exakt auf den individuellen Sportler abgestimmt und so konzipiert sind, dass sich positive Trainingseffekte einstellen und zugleich ein Übertraining vermieden wird.

Übertraining droht nicht nur Breitensportlern

Ein Beispiel für eine Schweizer Leistungssportlerin, die an einem Übertraining gelitten hat, ist die ehemalige Boxerin Dina Burger. Im November 2006 berichtete die Zeitung Blick, dass die erfolgreiche Sportlerin ihre Teilnahme an der Frauen-WM in Neu Delhi aufgrund eines Übertrainings abgesagt hat. 2007 gab sie das Boxen dann komplett auf. „Ich habe damals sehr viel Zeit investiert, nur für den Sport und auf Kosten anderer Leute gelebt,“ wird sie am 16. August 2009 auf Swissboxing.ch zitiert. Auf Swissboxing.ch wurde noch über ein mögliches Comeback spekuliert, zu dem es dann aber nicht gekommen ist. 2013 scheiterte auch Dina Burgers Teilnahme an einem Gigathlon, weil sie sich einem zu grossen Druck ausgesetzt hat. So hiess es Ende 2014 im Migros-Magazin. Zukünftig will Dina Burger in Berlin leben, berichtete das Magazin weiter. Falls sie wirklich umzieht, drücken wir ihr die Daumen, dass es für sie ein guter Start in Deutschlands Hauptstadt wird.

Zahlreiche Symptome können auf Übertraining hindeuten!

Übertraining „entsteht bei einem andauernden Missverhältnis von zu intensivem Training und zu wenig Regeneration“, definiert die Zeitung „Der Bund“ den Begriff „Übertraining“ in ihrem Blog. Und laut Krankenversicherer Atupri ist Übertraining „nichts anderes als ein Ermüdungszustand, der sich mit einer normalen Erholung nicht mehr kompensieren lässt“ und der unter anderem durch zu intensives Training, zu kurze Erholungspausen, einseitige Ernährung, Stress oder Schlafmangel entstehen kann.

Mögliche Symptome nennt Atupri auch. So können unter anderem so unterschiedliche Symptome wie eine „aggressive oder depressive Grundstimmung“, „Infektanfälligkeit“, „Verletzungsbilder wie Muskelfaserriss oder Entzündungen“ sowie Gewichts- und Appetitverlust auf ein Übertraining hindeuten. Die Auflistung zeigt: Die allermeisten Symptome, die bisweilen auch beim Übertraining auftreten, können ganz viele verschiedene Ursachen haben. Aufgrund ihres Auftretens ein Übertraining zu diagnostizieren, ist also nicht ganz einfach und sollte nicht vorschnell geschehen. Treten aber diverse der aufgelisteten Symptome auf und ist man sich bewusst, in letzter Zeit relativ viel trainiert zu haben, sollte man ein Übertraining für möglich halten. Atupri rät dazu, dann einen Arzt aufzusuchen und für seine nächste Trainingsplanung einen Experten hinzuzuziehen.

Trainieren mit Verstand

Um ein Übertraining zu vermeiden, sollte man seine Grenzen kennen. Ganz einfach ist das aber nicht. Schliesslich, so die Krankenversicherung, muss man für einen Trainingserfolg andererseits auch Grenzen und „eine gewisse Intensitätsschwelle überschreiten“. Die Grenzüberschreitung kann da schnell einmal zu gross werden, darf aber auch nicht ausbleiben, weil das Training ansonsten auch keine positiven Effekte hat.

Wer wenig sportliche Erfahrung hat, sollte daher gemeinsam mit einem erfahrenen Trainer Trainingspläne entwickeln, die zum jeweiligen Trainingszustand passen. Personal Trainer in Fitnessstudios und vergleichbaren Einrichtungen helfen beim Trainingsplan oft gern. Wer solche Angebote in Anspruch nehmen möchte, kann mit einer passenden Zusatzversicherung dafür sorgen, dass sich die Krankenkasse an den Kosten des Trainings beteiligt. Bei Atupri heisst eine dafür passende Zusatzversicherung „Mivita“. Sie beteiligt sich unter anderem an Massnahmen zur Gesundheitsförderung durch Leistungserbringer, die von der Kasse anerkannt wurden. Vielleicht sind solche Zusatzversicherungen ja auch Zusatzansporn für mehr Sport (ohne zu viel Training)?

Link zum Text: Übertraining als Chance