Studie: Sparen durch Vergleich von Krankenkassen

Die Kündigungsfrist für die Krankenversicherung läuft bald ab. Noch eine Woche haben Versicherungsnehmer Zeit, die Krankenkasse zu wechseln. Letztere werben mit Sparpotenzialen um Neukunden gewinnen oder bestehende Kunden halten zu können. Doch ab welchem Sparpotenzial spielen Versicherungsnehmer mit dem Gedanken, die Versicherung zu wechseln? bonus.ch ist dieser Frage anhand von angeforderten Versicherungsofferten nachgegangen. Dabei wurden jene Anfragen berücksichtigt, welche seit der Veröffentlichung der Prämien 2014 bei den verschiedenen Krankenkassen eingegangen sind.

Kein Krankenkassenwechsel trotz Prämienanstieg

Gemäss dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) werden die Prämien nächstes Jahr für Erwachsene um durchschnittlich 2.2 Prozent steigen, für junge Erwachsene sogar um 3 Prozent. Die Prämienerhöhung ist also höher als dieses Jahr, in welchem sie durchschnittlich um 1.6 Prozent – verglichen mit dem Vorjahr – gestiegen sind, wie einem weiteren Infoblatt des BAG zu entnehmen ist. Dies könnte dafür sprechen, dass Versicherungsnehmer vermehrt einen Krankenkassenwechsel in Erwägung ziehen und aus diesem Grund Krankenkassen vergleichen oder Offerten anfordern. Gemäss den Anfragen auf Suchmaschinen ist dies jedoch nicht der Fall. Gründe dafür können der moderate Anstieg der Prämien in den letzten Jahren, die Verdrossenheit der Versicherungsnehmer oder die schwache Präsenz dieser Thematik in den Medien sein, wie bonus.ch in einer Pressemitteilung schreibt.

Studie zeigt: Hohe Sparpotenziale durch Offertenanforderungen

Gemäss der Studie von bonus.ch, informiert sich eine gewisse Anzahl von Versicherungsnehmer über die Prämien der verschiedenen Krankenkassen. Jedoch gehen nur 7,7 Prozent derjenigen Kunden, welche sich informierten, einen Schritt weiter und wechseln ihre Versicherung. Wie die Studie weiter aufzeigt, lohnt sich ein Wechsel aber allemal: Gespart werden konnte durchschnittlich CHF 466.- durch die Anforderung einer Offerte.

Ein weiteres Ergebnis ist, dass sich die Zahl von 7,7 Prozent erst ab einem durchschnittlichen Prämienanstieg von von 5 Prozent erhöht. Ab 5 Prozent Prämienanstieg würden 37 Prozent der Versicherungsnehmer einen Wechsel in Erwägung ziehen. Angesichts der hohen Sparpotenziale, welche sich durch Offertenanforderungen ergeben, ein erstaunliches Ergebnis.

Krankenkassenvergleich und Wechsel: Letzte Möglichkeit

Wer sich also noch keine Gedanken über einen Krankenkassenwechsel gemacht hat, kann die Prämien der Krankenkassen jetzt noch vergleichen und die Versicherung bis zum 30. November kündigen. Das BAG empfiehlt, die Kündigung einige Tage vor Ablauf der Frist eingeschrieben zu senden, um einen Beweis für die Sendung in der Hand zu haben.

Der Wechsel der Grundversicherung bedeutet zudem nicht, dass auch die Zusatzversicherung gewechselt werden muss. Falls erwünscht kann diese beim momentanen Versicherer beibehalten werden. Möchte man diese auch kündigen, gelten spezielle Kündigungsfristen. Normalerweise ist dies der 30. September, bei einigen Krankenkassen jedoch auch der 30. Juni.

Link zum Text: BAG – FAQ zum Wechsel der Krankenkasse