Vitamin D-Unterversorgung: Prävention und Folgen

Im Winter leidet ein grosser Teil der Bevölkerung an einem Vitamin D-Mangel. Eine wesentliche Ursache für den Mangel ist die Tatsache, dass dieses Vitamin im Gegensatz zu den meisten Vitaminen nicht durch die Nahrung aufgenommen werden kann. Unser Körper wird nämlich durch das Sonnenlicht mit Vitamin D versorgt. In den Wintermonaten fehlt dieses jedoch oftmals mehrere Tage. Um Folgekrankheiten zu vermeiden, kann es sinnvoll sein, auf bestimmte Präparate zurückzugreifen.

Unterversorgung an Vitamin D: 60 Prozent der Bevölkerung

Gemäss den Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) nehmen viele Menschen nicht genügend Vitamin D auf, dies besonders in den Wintermonaten. Die empfohlene Tageszufuhr für Erwachsene beträgt 15 Mikrogramm pro Tag und für Säuglinge im ersten Jahr 10 Mikrogramm. Es gibt nur wenige Lebensmittel, die einen relevanten Anteil an Vitamin D aufweisen. Dies sind vorwiegend Pilze und bestimmte Fischsorten. Zuchtlachs beispielsweise enthält 2.5–6.25 Mikrogramm dieses Vitamins. Die Schwierigkeit, eine Ausreichende Menge des Vitamins durch eine richtige Ernährung aufzunehmen führt dazu, dass gemäss einer Studie des BAGs, 60 Prozent der Schweizer Bevölkerung in den Wintermonaten eine Unterversorgung aufweist.

Risikofaktoren

Besonders für Menschen mit Risikofaktoren kann es deshalb sinnvoll sein, in den Wintermonaten auf Vitamin-D Präparate auszuweichen. Zu den Risikofaktoren gehören neben geringfügiger Sonnenexposition, ein dunkler Hauttyp, Schwangerschaft und Stillzeit, die Einnahme gewisser Medikamente, gewisse Krankheiten, das Alter und Übergewicht. Zudem wird Säuglingen und Kindern bis zum 3. Lebensjahr vom BAG eine Vitamin-D Supplementierung empfohlen.

Symptome

Ein Mangel kann anhand verschiedener Symptome festgestellt werden. So zum Beispiel können diffuse Knochen- und Muskelschmerzen, häufige Wadenkrämpfe, Muskelschwäche (z.B. beim Treppensteigen), Müdigkeit oder eine erhöhte Infektanfälligkeit auf einen Vitamin D-Mangel hinweisen, wie Atupri auf ihrer Homepage schreibt.

Kosten für Supplemente: Krankenkasse zahlt in gewissen Fällen

Grundsätzlich werden Vitamin D Präparate nur für Kinder bis zum 1. Lebensjahr von der Krankenkasse übernommen. In allen anderen Altersabschnitten werden die Kosten in zwei Fällen übernommen: Wenn die Supplementierung der Therapie einer Vitamin D-Mangelerkrankung dient oder wenn diese aufgrund eines vorliegenden Vitamin D-Mangels mit Krankheitswert ärztlich angeordnet wird. Die Kostenübernahme ist im Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) und in der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) gesetzlich geregelt.