Was ist eigentlich Sophrologie?

Die Sophrologie gehört zu den alternativmedizinischen Methoden. Das EMR, eine Abteilung der Kommunikationsagentur Eskamed AG, beschreibt die unter anderem aus dem indischen Yoga entwickelte Sophrologie als eine „Form der Bewusstseinsschulung, bei der verschiedene Atem- und Entspannungstechniken zu therapeutischen und präventiven Zwecken eingesetzt werden“. Laut Aussage von Therapeuten, die ihren Patienten Sophrologie anbieten, kann Sophrologie beispielsweise bei Ängsten, Burnout, Schlafproblemen oder in den Wechseljahren helfen.

Geburtsort der Sophrologie ist Spanien

Als Vater der Sophrologie gilt der in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá geborene Psychiater Alfonso Caycedo.

Er hat die Sophrologie um das Jahr 1960 herum entwickelt. Damals war er Professor für Psychiatrie an der Fakultät für Medizin in Barcelona. Das Wort „Sophrologie“ setzt sich aus den Bestandteilen „SOS“ (Gleichgewicht, Harmonie), „PHREN“ (Geist, Sinn, Seele“ und „LOGOS“ ( Lehre) zusammen, schreibt die Schweizerische Akademie für die Ausbildung in Sophrologie nach Caycedo. Heute beschäftigen sich Organisationen wie sie mit der von Alfonso Caycedo entwickelten Entspannungstechnik. „Durch bewusste Atmung und Konzentration erlangt man eine fühlbare Entspannung, als eine Art Versöhnung von Körper und Geist“: So beschreibt die Akademie Weg und Ziel der Sophrologie.

Die Sophrologie enthält sowohl Bestandteile östlicher Heil- und Entspannungsmethoden wie Yoga und Ayurveda als auch Techniken, die man vor allem oder zumindest auch aus dem Westen kennt wie Autogenes Training. Ein Weg der Therapie: Der Therapeut ruft beim Patienten Assoziationen hervor, die mit dessen Krankheit oder Problemen verbunden und meist negativer Natur sind, und ersetzt sie durch positivere Assoziationen. Grundsätzlich lässt sich die moderne Sophrologie sowohl vorbeugend als auch therapierend einsetzen. Seit 1985 existieren zwei Richtungen, schreibt das EMR: die heute auch von Caycedo selbst noch gelehrte Sophrologie Caycédienne und die Sophrologie Bio-Dynamique. Ihr Vater ist der Pariser Zahnarzt und Hypnotherapeut Jean-Pierre Hubert und sie basiert auf den Ursprüngen der Sophrologie, die auch auf Hypnose setzt und von der sich Caycedo distanziert hat, heisst es auf EMR.ch. Besonders verbreitet sind beide Varianten der Sophrologie in Frankreich sowie in der französischsprachigen Schweiz. Weniger häufig findet man sie in deutschsprachigen Schweizer Kantonen.

Zusatzversicherung für eine Kostenbeteiligung

Wer häufiger auf alternativmedizinische Heil- und/oder Entspannungsmethoden setzt, sollte überlegen, ob er sich nicht für eine passende Zusatzversicherung entscheidet, die sich an den Kosten der Behandlungen beteiligt. Wer nur die Grundversicherung besitzt, kann nur bei wenigen alternativen Heilmethoden auf eine Kostenbeteiligung durch die Krankenkasse setzen. Die Sophrologie gehört nicht dazu. Interessiert man sich für Zusatzversicherungen, sollte man sich allerdings den gesamten Leistungsumfang der jeweiligen Versicherung ansehen und schauen, welche der Leistungen einem selbst interessant erscheinen und welche weniger interessant, um zu entscheiden, ob sich der Abschluss der Versicherung lohnt. Ein Vergleich der Angebote verschiedener Krankenkassen ist ebenfalls ratsam, um die individuell beste Variante zu finden.

Link zum Text: Schweizerische Akademie für die Ausbildung in Sophrologie