Wie ist man bei einem Canyoning-Unfall versichert?

Immer wieder hört man von schweren, gar tödlichen Unfällen beim Canyoning. Doch wie ist man eigentlich bei dieser Extremsportart bei einem Unfall versichert und werden dafür Prämienzuschläge erhoben? Eine weitere wichtige Frage stellt sich auch, ob man vor der Aufnahme dieses Risikosports den Versicherer informieren muss. Lesen Sie hier die Antworten.

Beim Canyoning gehen Teilnehmer, wie bei vielen anderen Extremsportarten auch, bewusst ein erhöhtes Risiko ein. Natürlich unterscheidet sich das Risiko nach den Fähigkeiten des Teilnehmers und ist abhängig von der örtlichen Situation und den Witterungsverhältnissen. Vor allem beim Canyoning kann man aufgrund der Naturgewalten bei jeder noch so seriösen Beurteilung der Gefahrlage das Restrisiko nie ausschliessen. Daher ist es naheliegend, dass die Abwälzung der Unfallkosten aus Risikosportarten auf die Allgemeinheit Grenzen gesetzt sind. Daher kann es bei der obligatorischen Grundversicherung zu Kürzung der Geldleistungen kommen. Unter gewissen Umständen kann die Aufnahme der obligatorischen Grundversicherung verweigert werden.

Beim Abschluss einer Unfall-, Kranken- oder Lebensversicherung wird im Antrag oft nach der Teilnahme an Risikosportarten gefragt. Stimmt man der Teilnahme zu, muss mit einem Prämienzuschlag gerechnet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, dass extreme Risiken ausdrücklich von der Versicherungsdeckung ausgeschlossen sind. Daher ist es empfehlenswert, vor der Aufnahme einer Extremsportart die Personenversicherung zu überprüfen und abzuklären, wie weit solche Risiken versichert sind. Sind Risiken aus dem Extremsport nicht versichert, kann man diese in der Regel gegen einen Prämienzuschlag versichern lassen. Sonst geht man das Risiko ein, dass bei einem Unfall keine Kosten übernommen werden.