Zusatzversicherungen: Höchste Prämien-Anstiege in Basel-Stadt

Für 2014 verzeichnet das Bundesamt für Statistik eine rückläufige Entwicklung des Prämienindex (KVPI) um 0,8%, was auf einen teilweise starken Rückgang im Zusatzversicherungsgeschäft zurückgeführt wird. Basiswert sind die Prämien des Jahres 1999, die den Indexwert „100“ bilden. 2014 erreichte der Index den Wert 169. Interessant ist speziell bei den Zusatzversicherungen der Blick auf einzelne Kantone. Besonders hoch gingen die Prämien in Basel-Stadt, besonders gering war der durchschnittliche Prämienanstieg zwischen 1999 und 2014 dagegen im Kanton Zug.

Höchster Indexwert 2014: 145!

Im Kanton Basel-Stadt stiegen die Prämien der Zusatzversicherungen von einem Indexwert „100“ im Jahr 1999 auf einen Indexwert von 145 im Jahr 2014. Damit haben sich die Indexwerte in diesem Kanton am deutlichsten nach oben entwickelt. Indexwerte von über 130 gab es zudem in den Kantonen Zürich (139,4), Genf (136,4), St. Gallen (136,1), Schaffhausen (133,2) und Waadt (132,5). Besonders niedrig sind die Indexwerte dagegen in den Kantonen Zug (117,5), Luzern (119,9), Graubünden (120,3), Bern (121,2), Schwyz (121,6) und Uri (122,1).

Auffällig ist, dass die Prämienindex-Zahlen für Zusatzversicherungen von 2013 auf 2014 in allen Kantonen gesunken sind. Ein Grund dafür ist die 2012 geänderte Spital-Finanzierung. Sie hat zu Entlastungen bei den Spital-Zusatzversicherungen geführt, was öfters durch Prämien-Senkungen an die Versicherten weitergegeben wurde. Deshalb reduzierte sich etwa der Prämienindex in Basel-Stadt von 164,2 im Jahr 2013 auf die bereits erwähnten 145. Klar muss bei alledem jedoch sein, was die Statistik nicht aussagt: Sie sagt nichts darüber aus, wie hoch die Prämien bei Zusatzversicherungen in absoluten Zahlen sind.

Krankenversicherung Prämienindex: Zweimal gab es ein Minus!

Die Reduzierung des Krankenversicherungs-Index, der 2014 den Wert von 169 erreichte, war erst die zweite seit 1990. Auch zwischen 2007 und 2008 gab es eine Reduzierung. Damals sank der Krankenversicherungs-Index um 0,4 Prozent auf 142,5. Sehr unterschiedlich sind jedoch die Gründe für die beiden Reduzierungen. Der Krankenversicherungsindex setzt sich aus Zahlen für die Obligatorische Grundversicherung und die Zusatzversicherungen zusammen. Grund für die Reduzierung des Gesamtindex 2008 waren reduzierte Prämien für die Grundversicherung (-1%), während die Prämien der Zusatzversicherungen um 1,2% angestiegen sind. 2014 waren die Dinge anders. Statt eines Minus gab es einen Anstieg von 2,4% bei der Obligatorischen Grundversicherung, aber eine Reduzierung um 10,4% bei den Zusatzversicherungen.